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Autogenes Training

Um alltägliche Schwierigkeiten und stressige Situationen besser meistern zu können, entwickelte der Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz in den dreißiger Jahren das Autogene Training (AT)...


Der Mensch, so Schultz´ Erkenntnis, sei als 'beseelter Organismus' in der Lage, Körperreaktionen durch die Macht der Vorstellung gezielt zu beeinflussen - vorausgesetzt er beherrsche die Fähigkeit zur 'konzentrativen Selbstentspannung'.

Jede gedanklich negativ erlebte Situation zieht sofort eine körperliche Reaktion nach sich. Deswegen kommt es in Lebenssituationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen - und sei es nur der tägliche Stress - zu unangenehmen Befindlichkeiten. Gibt man sich weiterhin ungeschont den äußeren Einflüssen hin und hat man keine Form der inneren Kompensation gefunden, dann können sich diese unangenehmen Befindlichkeiten zu richtigen Krankheiten auswachsen.

Die Möglichkeiten des AT beschränken sich jedoch nicht nur auf die reine Stressreduktion, es lässt sich auch zur allgemeinen Leistungssteigerung und bewussten Persönlichkeitsentwicklung einsetzen. Denn ebenso, wie negative Vorstellungen und Gedanken krank machen können, lassen sich positive Vorstellungen zur erfolgreichen Selbstmotivation nutzen.

Dr. Hannes Lindemann hat aufbauend auf diesen Überlegungen das AT weiterentwickelt und im Selbstversuch wiederholt getestet. Aus diesen Erfahrungen schließt Lindemann, dass der Erfolg mit der Vorstellung von Erfolg beginnt. Schwierige Situationen empfindet man hingegen nur dann als belastend, wenn man sich nicht ausreichend darauf vorbereitet hat.

Wesentlicher Bestandteil des AT sind dabei floskelhafte Vorsätze, wie 'Ich bin vollkommen ruhig und gelassen. Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig. Ich bin in meiner Mitte', die der körperlichen Entspannung dienen.

Um die positiven Selbstsuggestionen zur Entspannung zu begleiten, wurden in AT verschiedene Übungen entwickelt. Am bekanntesten sind die Schwere- und Wärmeübungen geworden. Geübt wird im Liegen oder in der bürotauglichen Droschkenkutscherhaltung. Man konzentriert sich auf seinen rechten (Linkshänder auf den linken) Arm und suggeriert sich etwa sechsmal selbst 'Arm ganz schwer', schiebt dann den Satz 'Ich bin vollkommen ruhig' ein und läßt wiederum sechsmal den ersten Satz folgen.

Auf die Schwereübung folgt die Wärmeübung. Hier wird im gleichen Sinne verfahren. Ein schwerer Arm zeigt eine muskuläre Entspannung an. Das Gefühl der Wärme entspringt der Entspannung der Blutgefäße. Die Schwere und die Wärme, die im Arm empfunden wird, überträgt sich nach und nach auf den gesamten Körper. Geübte Entspanner bringen sich nur mit der Formel 'Ruhe - Schwere - Wärme' in diesen Zustand.

Befindet man sich in diesem Zustand der Entspannung oder Versunkenheit, dann ist nach Schultz der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich seine formelhaften Vorsätze zu suggerieren, mit denen persönliche Ziele verankert werden. Bezogen auf die Teamarbeit können diese beispielsweise lauten: 'Ich lasse los. Ich bin kooperativ ','Ich vertraue den anderen' oder 'Ich beziehe die anderen mit ein'.

AT ist wissenschaftlich weitgehend anerkannt und als Methode verhältnismäßig einfach zu erlernen. Nicht zuletzt deshalb hat sie auch Einzug in verhaltens- oder persönlichkeitsorientierte Seminare und Trainings erhalten.

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