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Autorensysteme

Autorensysteme ('Authorware') kommen speziell bei der multimedialen und didaktischen Aufbereitung von Lerninhalten zum Einsatz. Grundidee dabei ist, dem Dozenten ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem er ohne besondere Programmierkenntnisse brauchbare Lernsoftware entwickeln kann.


Dabei geht man fast ausschließlich von der Erstellung stark geführter tutorieller Systeme aus und orientiert sich insbesondere an dem klassischen Konzept des Programmierten Unterrichts (CBT).

Das Curriculum wird in kleine, hierarchisch organisierte Lernschritte aufgeteilt. Typischerweise entsteht dabei ein Kursmodul, das auf einen Netzwerkserver (WBT) gelegt oder auf Datenträgern (CBT) verteilt wird.

Bekommt der Lernende das Programm in die Hand, wird der Autorenteil ausgeblendet, so dass lediglich die Präsentationskomponente zu sehen ist.

Ein einfaches Autorensystem unterstützt den Autor eines Tutorials bei der Gestaltung der Informationsdarstellung, der Antwortanalyse und Verzweigung, ohne dass er programmieren muss. Er wird vom Entwicklungssystem geführt und füllt die vorgegebenen Schemata aus.
Diese Einfachheit bzw. Benutzerfreundlichkeit wird zuweilen mit Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit bezahlt, da die Übungen nach einigen vorgegebenen Mustern zusammengestellt werden.

Etwas leistungsfähiger und flexibler, aber mit etwas mehr Einarbeitungsaufwand verbunden, sind Autorensysteme mit einer integrierten (meist einfach zu erlernenden) Programmiersprache, die auf die Struktur eines tutoriellen Lernprogramms ausgerichtet ist, insbesondere auf die Antwortanalyse und Feedbackgestaltung.

Entscheidend für die Qualität von Autorensystemen ist, welche Auswahl von Frageformen, Frage-Antwort-Mechanismen und Verzweigungsformen dem Entwickler innerhalb eines Kurses zur Verfügung steht und wie intelligent die Antwortanalyse gelöst ist. Bei Frage-Antwort-Mechanismen kann zwischen einem strikten Soll-Ist-Vergleich unterschieden werden sowie zwischen Vergleichsmechanismen, die eine gewisse Fehlertoleranz erlauben.

Ein Autorensystem bedient sich zuweilen eines Content-Management-Systems, um die für Kurse oder Unterrichtseinheiten erforderlichen Informationsmodule zu verwalten.

Arten von Autorensystemen Beschreibung
Seitenorientierte Autorensysteme Die grundlegende Metapher für die Funktionsweise des Autorensystems ist die Buchseite. Diese Systeme stellen dem Autor eine Bildschirmseite zur Verfügung, auf der die Elemente eingebettet werden. Benutzeraktionen wie Mausklicks lösen den Sprung zu einer anderen Seite aus.
Zeitachsenorientierte Autorensysteme Zeitachsenorientierte Autorensysteme stellen dem Autor eine Zeitachse zur Verfügung, entlang welcher alle Elemente positioniert werden. Der Entwickler gibt an, wie lange jedes Element am Bildschirm dargestellt wird.
Struktogrammorientierte Autorensysteme Diese Art von Autorensystemen geben dem Autor ein Struktogramm seiner Anwendung, in das Funktionen und Dateien per Drag&Drop eingeklinkt werden. Der Vorteil dieser Autorensysteme liegt in der Auswahlmöglichkeit unter einzelnen Modulen sowie in der Übersichtlichkeit der Programmstruktur, so dass sich die Module einfach übertragen lassen.
Objektorientierte Autorensysteme Bei dieser Art von Autorensystemen können Learning Objects definiert werden, die dem Autor Entwicklungstools zur Bestimmung von Objekten und deren Eigenschaften zur Verfügung stellen. Der Vorteil dieser Systeme liegt in der Verfügbarkeit unterschiedlicher Objekte, die sich einfach in andere Anwendungen übertragen lassen.

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