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Behaviorismus

Der Behaviorismus ist als eine der ältesten Lerntheorien bereits in den 60er Jahren entstanden. Ihm liegt die Erkenntnistheorie des Objektivismus zu Grunde. Es wird dabei auf das Ansehen von objektiv messbaren Verhalten (engl. behavior) und das Untersuchen, wie Reiz-Reaktions-Beziehungen gebildet werden, fokussiert...


Grundlegende Forschungsarbeiten lieferte Pawlow bereits gegen Ende des 19. Jh. mit seinem inzwischen berühmten Versuchsaufbau mit einem Hund und einer Glocke. Die von ihm aufgestellte Stimulus-Response-Theorie wurde von Thorndike und später von Skinner verfeinert.

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Der Behaviorismus betrachtet dabei den Lernenden als eine Art 'black-box'; es interessiert nicht, was im Kopf des Lernenden vorgeht, es wird nur das Verhalten beobachtet.

Hauptziel eines Lehrers ist es demnach, durch geschickten Einsatz von Reizen, Motivationsfaktoren etc. ein bestimmtes Verhalten bei seinem Schüler zu erzeugen.

Obwohl die Methodologie der Forschungsarbeiten von Pawlow und Skinner wenig Angriffsfläche bietet, weil sich ihre Forschungsergebnisse auf viele Beobachtungsergebnisse stützen, wird dennoch gerne Kritik am Behaviorismus geübt, weil er einerseits einen moralisch angreifbaren Manipulationseffekt fördert und weil er andererseits sich zu sehr auf den Lehrer konzentriert - Gedankengänge des Lernenden werden vernachlässigt.

Das Grundmuster einer Instruktionsplanung in behavioristischen Konzepten geht daher auch mehr vom Lehrer als vom Lerner aus, es ist immer sehr ähnlich und kann anhand des Modells von Robert Glaser dargestellt werden:

In Anlehnung an die pädagogischen Dimensionen interaktiver Lernsysteme nach Thomas C. Reeves und Stephen W. Harmon sollen die Auswirkungen behavioristischer Ansätze auf die Gestaltung von Lernumgebungen beschrieben werden:

Merkmal Behavioristische Ansätze
Zielorientierung Das Design von Lernumgebungen wird an den klar definierten Lehrzielen ausgerichtet.
Struktur der Lerninhalte Es liegt die Annahme vor, dass es objektiv richtiges Wissen gibt und das verlässliches Wissen über die Welt existiert. Somit liegt die reale Welt eindeutig strukturiert vor, was wiederum bedeutet, dass für das Lernen geeignete Strukturen entwickelt werden können, die sich der Lernende aneignen kann.
Sequenzierung der Instruktion Reduktionistisch, Lerninhalte werden auf eine vereinfachte Weise dargestellt, das Wichtigste in einem Konzeptrahmen für die Lernenden vorgegeben.
Empirischer Wert Abstrakt, Lerngegenstände werden auf eine abstrakte Art und Weise nahegebracht, Lernende verhalten sich dabei eher passiv.
Rolle des Lehrers Lehrer bzw. ein interaktives Lernsystem ist der Korrektor, der/das steuernd eingreift und die Kontrolle über die Lernumgebung hat.
Wert von Fehlern Angestrebt wird fehlerloses Lernen, Einüben und Vertiefen von Lerninhalten, um beispielsweise Tests zu bestehen, Bekräftigung von (richtigem) Verhalten ist ein entscheidendes Lernprinzip.
Motivation Extrinsische Motivation.
Lernkontrolle/-steuerung Nicht existent, der Lehrer bzw. das Lernsystem übernimmt die Kontrolle und Steuerung der Lernfortschritte.
Benutzeraktivität Mathematisierend, häufig lineare oder verzweigte Programmstrukturen.
Kooperatives Lernen Nicht unterstützt.

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