Login / Registrieren

Hypnose

In Fachkreisen wird Hypnose definiert als ein sogenannter 'veränderter Bewusstseinszustand'. Was Hypnose allerdings tatsächlich ist, konnte weder mit medizinischen noch mit psychologischen Verfahren nachgewiesen werden.


Zum Ablauf: Therapeuten führen ihre Patienten sanft in den hypnotischen 'Tagtraum'. Die Basis dafür ist das Vertrauen zwischen Therapeut und Klient. Der Hypnotiseur formuliert seine Anweisungen so offen, dass alle Gedanken und Vorstellungen des Klienten zu den Suggestionen des Therapeuten passen. Anschließend erhält der Klient von seinem Therapeuten verschiedene Aufträge, die zur Lösung des zu bearbeitenden Problems beitragen können. Durch die innere Ruhe und Konzentration wird der Klient auf Gefühle und Erlebnisse gestoßen, die ihm im Wachzustand nicht zugänglich sind.

Bekannt geworden ist die Hypnose als ernstzunehmende therapeutische Form vor allem durch den amerikanischen Therapeuten Milton Erickson. Erickson machte es sich zur Lebensaufgabe, Menschen sehr genau zu beobachten. Eine seiner bekanntesten hypnotischen Techniken ist die Verwirrung. Erickson erzählt seinen Klienten so lange unzusammenhängende Geschichten, bis dieser abschalten muss, da es ihm unmöglich war, der Erzählstruktur logisch zu folgen. Mit dem Ausschalten des bewussten Zuhörens fällt der Patient in eine Trance, die es ihm ermöglicht, die Metaphern unbewusst zu entschlüsseln.

Der Versuch, Erickson zu imitieren, schlug fehlt. Vielleicht ist das der Hauptgrund für die Kritik an seiner Arbeit. Die von ihm entwickelten Techniken sind zum großen Teil an seine Person gebunden. Die Psychotherapie konnte allerdings einige grundlegende Erkenntnisse übernehmen:

  1. Hypnose ist eine Art Trance, die die Struktur des Denkens verändert.

  2. Die Aufmerksamkeit wird auf das, was der Hypnotiseur sagt, konzentriert.

  3. Der Klient nimmt die Suggestionen des Therapeuten an, auch wenn sie ihm im bewussten Zustand unakzeptabel erscheinen würden.

  4. Wie im Traum ereignen sich obskure Szenen, die irgendetwas mit dem zu bearbeitenden Problem gemein haben.

Nutzbar machen kann sich jeder Trainer die Prinzipien der Hypnose, um kleine Trancen zur Entspannung oder zur Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe einzusetzen. Bewährt haben sich Trancen auch, um Ruhe zu finden und um vom Tagesgeschäft Abstand nehmen zu können. In dieser Form kann die Hypnose im Management-Training, im Coaching oder auch für das Selbstmanagement genutzt werden.

Weiterführende Literatur:

  • John Grinder, Richard Bandler: Therapie in Trance. Klett-Cotta, 17. Auflage, Stuttgart 2016, ISBN 3-608-95140-7.

  • Jay Haley: Die Psychotherapie Milton H. Ericksons. Klett-Cotta, 7. Auflage, Stuttgart 2006, ISBN 3-608-89019-X .

X

Helfen Sie uns Seminarmarkt.de noch besser zu machen. Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Feedback geben

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier










Um Spam abzuwehren, geben Sie bitte die Buchstaben auf dem Bild in das Textfeld ein: captcha






Um Spam abzuwehren, geben Sie bitte die Buchstaben auf dem Bild in das Textfeld ein:
captcha