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Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie fußt auf der psychologischen Lerntheorie. Menschliche Lebewesen lernen ihr Verhalten, so die Ausgangshypothese, genau wie Tiere von der Umwelt. Folgerichtig können Menschen störende Verhaltensweisen durch äußere Anstöße auch wieder verlernen...


Diese direkte Übertragung vom Tier auf den Menschen brachte der Verhaltenstherapie viel Kritik ein, so dass diese Auffassung erweitert wurde und in die kognitive Verhaltenstherapie mündete. Die methodische Vielfalt deutet darauf hin, dass die kognitive Verhaltenstherapie bereits bekannte therapeutische Techniken neu benannt und mit Ergebnissen der psychologischen Forschung verknüpft hat. Aus der Verhaltenstherapie entwickelt, verläuft die kognitive Variante in der Regel in vier Schritten.

  1. Erstgespräch: Kennenlernen
  2. Vorbereitende Gespräche, Diagnostik
  3. Therapieziel und -plan
  4. Durchführung der Therapie

Eine wesentliche Annahme der Kognitiven Verhaltenstherapie ist die Hypothese, dass nicht Reize an sich, sondern die persönliche Interpretation der Reize die Qualität der Empfindung bestimmt. Diese Annahme ist die gleiche, die Albert Ellis seiner Rational-Emotive Therapie (RET) zu Grunde legt. Ellis zählt neben Aaron T. Beck, Hans J. Eysenck, Arnold A. Lazarus, Donald Meichenbaum und Joseph Wolpe zu den Hauptvertretern der kognitven Verhaltenstherapeuten.

Kognitive Verhaltenstherapeuten gehen davon aus, dass Patienten in einer irrationalen, realitätsfernen oder sogar falschen Weise über ihre Umwelt denken und dadurch als krank zu bezeichnende Gefühle und Verhaltensweisen entwickeln. Ein Patient gilt als geheilt, wenn er seine irrationale und krankmachende Art und Weise der Gedankenführung erkennt und verändern kann. Die Therapeuten gehen davon aus, dass der Mensch als vernunftbegabtes Wesen eben auch der Vernunft den Vorzug geben wird.

Ein weiteres Ziel der kognitiven Verhaltenstherapie ist es, den Menschen zu verdeutlichen, dass sie aus mehreren Persönlichkeitsanteilen bestehen, die allesamt zu einem zufriedenen Leben beitragen können. Funktioniert es in einem Bereich nicht optimal, können sie sich auf andere Bereiche stützen.

Die kogntive Verhaltenstherapie arbeitet mit unterschiedlichen Methoden. Die bekanntesten sind das Belohnen eines gewünschten Verhaltens mit Belohnungschips, das systematische Einüben eines Zielverhaltens mit dem Rollenspiel und das systematische Desensiblisieren phobischer Patienten.

Für einen Trainer ist interessant, die Möglichkeiten und Interventionen der Verhaltenstherapie kennenzulernen, um in schwierigen Situationen mehr Handwerkszeug zur Verfügung zu haben. Genaugenommen werden in fast jedem Verhaltenstraining Rollenspiele mit Videofeedback angewendet. An konkreten, aktuellen Situationen wird mit den Seminarteilnehmern ein definiertes Zielverhalten trainiert. Auch für Einzelberatungen, im Sinne von Coachings oder Einzelsupervisionen, können diese Techniken jedem Berater stützend zur Seite stehen. Die anderen Techniken finden jedoch keinen Platz im Management-Training.

Weiterführende Literatur:

  • Albert Ellis, Catharine MacLaren: Rational-Emotive Verhaltenstherapie. Junfermann, Paderborn 2014, ISBN 3-95571-044-0.

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