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Mentales Training

Boris Becker schwörte auf das mentale Training zur Leistungssteigerung und machten den Begriff populär. Neu ist die Methode indes nicht. Viele erfahrene Sportler nutzen das mentale Training, um die eigene geistige Leistungsfähigkeit zu stärken, die Konzentration zu steigern und Bewegungsabläufe durch wiederholtes wie bewusstes Sich-Vorstellen zu optimieren. In der Raumfahrt wurde für die Astronauten eigens ein wissenschaftliches Mentaltraining erarbeitet, damit sie dem Stress im All besser standhalten konnten...


Das mentale Training beruht auf dem Prinzip, dass alles, was wir glauben oder uns geistig vorstellen können, vom Unterbewusstsein in die Tat umgesetzt wird. Das menschliche Gehirn ist Aktionszentrum und Ausgangspunkt jedes Handelns, Denkens und Fühlens. Probleme, Schwierigkeiten und Sorgen nehmen hier ihren Anfang. Aber auch jede Problemlösung und jedes Ziel wird zuerst im Kopf vollzogen. Demzufolge liegt hier der Ansatzpunkt für jegliche Veränderung.

Ziel des mentalen Trainings ist es, Hindernisse und Begrenzungen zu überwinden, die durch Gewohnheiten, Einstellungen oder bewusste wie unbewusste Ängste dem persönlichen Erfolg im Weg stehen. Diese sind fest im Unterbewusstsein verwurzelt und müssen durch neue, erfolgreichere ersetzt werden. Das Problem: Das Bewusstsein steht wie ein Wächter vor dem Unterbewusstsein und sträubt sich gegen die 'Umprogrammierung'. Es muss also umgangen werden. Die beste Möglichkeit hierzu ist die Entspannung.

Der erste Schritt im mentalen Training ist somit das Erlernen einer Entspannungsmethode. Danach folgt das subvokale Training bzw. die Suggestion – eine Art Selbstgespräch, in dem die gewünschten Ziele benannt werden. Darauf aufbauend folgt das Visualisieren. Der Übende spielt vor seinem geistigen Auge einen Film über die angestrebten Ziele ab, beobachtet sich also aus der Außenperspektive in seinem Handeln. Abschließend werden die Emotionen einbezogen. Der Übende fühlt sich in die erfolgreich gemeisterte Ziel-Situation ein.

Mentales Training kann von jedem ohne besondere Vorkenntnisse erlernt werden. Im beruflichen Alltag hilft es, Stresssituationen und außergewöhnlichen Arbeitsbelastungen besser zu begegnen. Führungskräfte können das Mentale Training nutzen, um konstruktives Denken, Motivation, Produktivität und Engagement zu unterstützen sowie die Interaktion zu den Mitarbeitern zu verbessern. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, das eigene Leben gezielt in eine gewünschte Richtung zu lenken und frei zu werden von - meist unbewussten - Vorstellungen und Verhaltensweisen, die häufig das Erreichen privater und beruflicher Ziele verhindern.

Weiterführende Literatur:

  • Jan Mayer, Hans-Dieter Hermann: Mentales Training. Grundlagen und Anwendung in Sport, Rehabilitation, Arbeit und Wirtschaft. Springer, 2. Auflage 2011. ISBN 978-3-642-13762-4.

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