Seminare

Dienstunfallfürsorge nach dem Beamtenversorgungsgesetz Grundlagenseminar

Seminar - Technische Akademie Wuppertal e.V.

Soll ein Ereignis als Dienstunfall anerkannt werden, sind nicht nur rechtliche Aspekte zu beachten. Insbesondere bei der Feststellung von Körperschäden, Kausalität (Abgrenzung zu Vorschäden), Unfallfolgen und der Höhe der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) oder des Grades der Schädigungsfolgen (GdS) ist ärztlicher Sachverstand gefragt; oft sind Gutachten die Grundlage der versorgungsrechtlichen Entscheidung. Kommentare zum BeamtVG weisen zu Unrecht darauf hin, dass die Verwaltung mangels medizinischen Sachverstandes an die Feststellung der Ärzte gebunden ist. Aufgabe der Verwaltung ist jedoch, aufgrund eigener Urteilsbildung eine Entscheidung zu treffen. Ziel des Seminars ist, ärztlich...
Termin Ort Preis*
24.09.2020- 25.09.2020 Wuppertal 790,00 €
*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:
Die Lehrgangsinhalte basieren stets auf der aktuellen Rechtsprechung zum Dienstunfallrecht. * Grundzüge des Dienstunfallrechts - Was ist wann ein Dienstunfall? - Tatbestandsmerkmale * Der Wegeunfall - Zweifelsfälle entscheiden: Beispiele der Praxis, z. B. Direkter Weg - Wegeunterbrechungen - Abweg/Umweg - Dritter Ort * Vorschaden - Äußeres Ereignis - Wann ist ein Vorschaden wahrscheinlich? - Wie ist ein Vorschaden festzustellen? - Mitwirkungspflichten des Verletzten - Zusammenhangsbegutachtungen - Wann ist der Vorschaden allein wesentlich (Gelegenheitsursache)? * Aufgaben und rechtliche Möglichkeiten der Verwaltung * Auswahl des geeigneten Gutachters * Gutachtenauswertung - Lesen und Verstehen ärztlicher Stellungnahmen - Kritische Auseinandersetzung mit ärztlichen Stellungnahmen - Entscheidung über die Verwertbarkeit des Gutachtens * Abweichen von ärztlichen Einschätzungen * Begriff der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) / des Grades der Schädigungsfolgen (GdS) - Abgrenzung zum Grad der Behinderung (GdB) - Feststellung von Unfallfolgen - Wie wird die MdE / der GdS festgestellt? - Ist die ärztliche Einschätzung plausibel? - Welche Erfahrungswerte kann man zugrunde legen? - Wann darf von der ärztlichen Einschätzung der MdE / dem GdS abgewichen werden? - Wie wirken sich Vorschäden auf die Höhe der MdE / des GdS aus? - Verfahren bei gestaffelt eingeschätzter MdE bzw. gestaffelt eingeschätztem GdS * Wann wird der Unfallausgleich neu festgestellt? * Verschlimmerung / Verbesserung von Unfallfolgen - Wann liegt eine wesentliche Änderung vor? * Wann erfolgt eine Korrektur des Verwaltungsaktes? - Nach § 35 Abs. 3 BeamtVG oder den entsprechenden Vorschriften der Länder - Nach § 48 Verwaltungsverfahrensgesetz oder den entsprechenden Vorschriften der Länder * Was ist in Todesfällen zu beachten? - Wann ist eine Obduktion erforderlich? - Mögliche Folgen einer fehlenden Obduktion
Lehrgangsverlauf/Methoden:
Referat, Beispiele, Diskussion, Seminarunterlagen Die Teilnehmer können aktuelle Fragen und Fälle mitbringen oder bereits vorab einreichen.
Zielgruppe:
Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die mit dienstunfallrechtlichen Fragen betraut sind: * Personal- und Versorgungsverwaltung * Dienstvorgesetzte * Untersuchungsführer nach § 45 Abs. 3 BeamtVG * Personalvertretung, Fachkräfte für Arbeitssicherheit * Amtsärzte
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