Webinar - ESV-Akademie
Beim Reverse-Charge-Mechanismus geht die Umsatzsteuerschuld ausnahmsweise nicht auf den leistenden Unternehmer, sondern auf den Empfänger der Leistung über. Obwohl dieses Prinzip auf den ersten Blick klar erscheint, führt es in der Praxis regelmäßig zu Fehlinterpretationen. Ursache hierfür ist insbesondere die uneinheitliche und teils stark divergierende Umsetzung der unionsrechtlichen Vorgaben in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Entsprechend zählt das Reverse-Charge-Verfahren zu den besonders fehleranfälligen Bereichen des Umsatzsteuerrechts.
Das Webinar vermittelt praxisnahes Fachwissen, um Reverse-Charge-Tatbestände sicher zu erkennen, zutreffend zu qualifizieren und ordnungsgemäß abzuwickeln. Anhand typischer Praxissachverhalte sowie ausgewählter Sonderfälle werden Risiken, häufige Problemstellen und bewährte Lösungsansätze zur Vermeidung von Fehlbehandlungen dargestellt.
| Termin | Ort | Preis* |
|---|---|---|
| 29.04.2026 | online | 272,51 € |
Rechtliche Grundlagen: Vorgaben des EU-Rechts und deren Umsetzung im deutschen Umsatzsteuerrecht
Bewährte Praxisfälle: Reverse-Charge bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen, Grundstücksumsätzen, Insolvenzsachverhalten, Bauleistungen und vergleichbaren Konstellationen
Sonderkonstellationen: Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens bei Strom- und Gaslieferungen, Lieferungen von Edelmetallen sowie bei Schrott- und Abfallumsätzen
Abrechnung & Steuererklärung: Ordnungsgemäße Rechnungsstellung und Rechnungskorrekturen durch den Leistenden, zutreffende Deklaration der Umsätze gegenüber dem Finanzamt sowie Vorsteuerabzug beim Leistungsempfänger
Steuerberaterinnen und Steuerberater
Fachanwältinnen und Fachanwälte für Steuerrecht
Fach- und Führungskräfte in Steuer-, Finanz- und Rechtsabteilungen