Detaillierte Informationen zum Seminar
Inhalte:
In Deutschland kommen ungezählte Bauwerke aus dem Hochbau in die Jahre. Das dauerhafte Fortbestehen ihrer Standsicherheit und Verkehrssicherheit ist Grundvoraussetzung für Leib und Leben der diese Bauwerke nutzenden Bevölkerung.
Anders als bei der Bauwerksprüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen (DIN 1076) liegen technische Regelwerke für die Bauwerksprüfung von Hochbauten noch nicht sehr lange vor. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die VDI-Richtlinie 6200 (2010), die eine Erweiterung und Konkretisierung der „Hinweise für die Überprüfung der Standsicherheit von baulichen Anlagen durch den Eigentümer/Verfügungsberechtigten“ (Bauministerkonferenz, September 2006) ist. Diese Regelwerke bilden die Grundlage des 4-tägigen Lehrgangs, der die rechtlichen und technischen Regelungen, theoretische Inhalte zu Konstruktionen und Schadensursachen, organisatorische, kalkulatorische und Sicherheitsfragen beinhaltet.
Die Voraussetzungen zur Teilnahme am Seminar mit Abschlussprüfung zur Erlangung eines Zertifikates richten sich nach den Anforderungen für die „Qualifikation der fachkundigen Person“ gemäß den vorgenannten Regelwerken.
> Die Prüfungsordnung anschauen (PDF)
Teilnahmevoraussetzungen: abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Bauingenieurwesen oder Architektur und mindestens fünfjährige Tätigkeit in der Aufstellung von Standsicherheitsnachweisen, in der technischen Bauleitung und in vergleichbaren Tätigkeiten, davon mindestens drei Jahre in der Aufstellung von Standsicherheitsnachweisen.
Teilnehmende, die die Prüfungsvoraussetzungen erfüllen, nehmen an der Abschlussprüfung teil. Die Prüfungsgebühren sind in den Seminarkosten enthalten. Eine Prüfungswiederholung kostet 150 €.
Mitglieder der IK-Bau NRW werden auf Wunsch nach Erhalt des Zertifikats auf der Kammerhomepage in der Ingenieursuche unter „Lehrgangsteilnehmer Bauwerksprüfung im Hochbau“ veröffentlicht.
Die Inhalte des Lehrganges werden in Vorträgen mit Beispielen aus der Praxis sowie in praktischen Übungen vermittelt. Zudem wird der Lehrgang durch eine E-Learning-Plattform zur Vertiefung der Lehrgangsinhalte und als Vorbereitung zur Abschlussprüfung begleitet.
Lehrgangsinhalte u. a.
Rechtliche und technische Regelungen
Schwachstellen von Konstruktionen aus Spannbeton, Stahlbeton und Mauerwerk, statisch-konstruktiv
Schwachstellen von Konstruktionen aus Stahl und Holz, statisch-konstruktiv
Fallbeispiele und Bewertung
Organisation und Kosten einer Bauwerksprüfung
Arbeitssicherheit/Unfallverhütung
Prüfmethoden, Schwerpunkt: zerstörungsfreie Prüfverfahren, Theorie und Beispiele
Schadensursachen, bautechnisch/bauchemisch
Schadensursachen, bauphysikalisch
Schadensmechanismen und Schadensentstehung an Holzbauteilen
Praktische Übungen Prüftechnik: Betonfestigkeit, Haftzugfestigkeit, Feuchtemessungen, Karbonatisierung, Chloridmessung, Ultraschall-Echo, Bohrwiderstandsmessung, Potentialfeldmessung, Schichtdickenmessung, Georadar
Erfahrungen einer Kommune mit Bauwerksprüfungen im Hochbau
Teilnehmer
saSV für die Prüfung der Standsicherheit, öbuv SV auf diesem Sachgebiet, qualifizierte Tragwerksplaner, Ingenieure aus Ingenieurbüros oder aus öffentlichen Verwaltungen (Hochbau-/ Ingenieurämter/Bau- und Liegenschaftsbetriebe, u.a.)
Technische Voraussetzungen:
Um an unseren Web-Online-Seminaren teilzunehmen, benötigen Sie einen Laptop, PC oder ein Smartphone mit einer stabilen Internetverbindung sowie einen aktuellen Internetbrowser (z.B. Google Chrome, Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Safari). Alternativ können Sie auch die Zoom-App nutzen. Für eine aktive Teilnahme sind eine funktionierende Kamera und ein Mikrofon erforderlich, um mit den Referierenden und anderen Teilnehmenden interagieren zu können. Bitte beachten Sie, dass die Zugangsdaten nur für den registrierten Teilnehmer bestimmt sind und nicht weitergegeben werden dürfen.
Dauer/zeitlicher Ablauf:
22 Unterrichtsstunden
Seminarkennung:
75440