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Kundenrückgewinnung im B2B: verlorene Kunden erfolgreich zurückgewinnen

Seminar - Oliver Schumacher - Verkaufstrainer

Dieses Training zur Kundenrückgewinnung zeigt Vertriebsmitarbeitenden, wie sie verlorene und inaktive Geschäftskunden systematisch auswählen, professionell erneut ansprechen und Chancen für eine neue Zusammenarbeit entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Rückgewinnungspotenzial, Gründe für den Kundenverlust, Gesprächseinstieg, Vertrauensaufbau und der Umgang mit bestehenden Wettbewerbern. Die Teilnehmenden lernen, ehemalige Kunden nicht wahllos zu kontaktieren, sondern aussichtsreiche Rückgewinnungsfälle gezielt vorzubereiten und überzeugende neue Gesprächsanlässe zu schaffen.
Termin Ort Preis*
firmenintern auf Anfrage auf Anfrage
*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:

Verlorene Kunden sind nicht zwangsläufig für immer verloren. Viele Unternehmen verfügen über ehemalige Geschäftskunden, die früher regelmäßig gekauft haben, deren Geschäftsbeziehung inzwischen jedoch beendet wurde oder über längere Zeit eingeschlafen ist.

Die Ursachen dafür unterscheiden sich erheblich. Manche Kunden wechselten wegen Unzufriedenheit, Preisen oder Leistungsproblemen zum Wettbewerb. Bei anderen veränderten sich Ansprechpartner, Anforderungen oder Beschaffungswege. Manchmal wurde der Kontakt schlicht nicht konsequent weitergeführt.

Professionelle Kundenrückgewinnung beginnt deshalb nicht mit einer möglichst großen Zahl von Anrufen. Zunächst muss geklärt werden, welche ehemaligen Kunden überhaupt eine realistische und wirtschaftlich sinnvolle Rückgewinnungschance bieten.

  • Verlorene und inaktive Kunden systematisch identifizieren
  • Zwischen abgewanderten und lediglich eingeschlafenen Kundenbeziehungen unterscheiden
  • Frühere Umsätze, Deckungsbeiträge und zukünftiges Geschäftspotenzial berücksichtigen
  • Rückgewinnungskandidaten nach Attraktivität und Erfolgsaussicht priorisieren
  • Erkennen, welche ehemaligen Kunden bewusst nicht zurückgewonnen werden sollten
  • Bekannte Gründe für den Kundenverlust zusammentragen
  • Eigene Versäumnisse von externen Ursachen unterscheiden
  • Kundenabwanderung nicht vorschnell ausschließlich mit dem Preis erklären
  • Veränderungen im eigenen Unternehmen seit dem Kundenverlust berücksichtigen
  • Aktuelle Entwicklungen beim ehemaligen Kunden recherchieren
  • Geeignete Zeitpunkte für eine erneute Kontaktaufnahme bestimmen
  • Einen nachvollziehbaren Anlass für die Wiederaufnahme des Kontakts entwickeln
  • Beliebige Einstiege wie „Ich wollte mich einfach mal wieder melden“ vermeiden
  • Die frühere Geschäftsbeziehung offen und souverän ansprechen
  • Herausfinden, weshalb sich der Kunde damals anders entschieden hat
  • Mit Kritik an der früheren Zusammenarbeit professionell umgehen
  • Eigene Fehler dort anerkennen, wo sie tatsächlich gemacht wurden
  • Verbesserungen seit dem Kundenverlust konkret statt pauschal darstellen
  • Verlorenes Vertrauen schrittweise wieder aufbauen
  • Nicht reflexartig mit Rabatten oder Sonderkonditionen reagieren
  • Ermitteln, welche Voraussetzungen für eine erneute Zusammenarbeit erfüllt sein müssten
  • Aktuelle Bedürfnisse und Entscheidungskriterien des Kunden verstehen
  • Einen neuen Kundennutzen für die Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehung entwickeln
  • Mit etablierten Lieferantenbeziehungen des Kunden professionell umgehen
  • Auf Aussagen wie „Wir sind mit unserem jetzigen Anbieter zufrieden“ angemessen reagieren
  • Akzeptieren, wenn eine unmittelbare Rückkehr nicht realistisch ist
  • Möglichkeiten für einen kleineren Wiedereinstieg prüfen
  • Testaufträge, Teilbereiche oder neue Projekte als Einstiegsmöglichkeiten nutzen
  • Verbindliche nächste Schritte vereinbaren
  • Rückgewinnungsaktivitäten nachvollziehbar dokumentieren
  • Ergebnisse systematisch auswerten
  • Erkenntnisse aus Kundenverlusten für zukünftige Geschäftsbeziehungen nutzen
Dauer/zeitlicher Ablauf:
1 Tag Training. Auf Wunsch kann das Seminar durch einen Online Transfertermin, die Vorbereitung einer konkreten Kundenrückgewinnungsaktion oder individuelles Vertriebscoaching ergänzt werden.
Ziele/Bildungsabschluss:

Nach dem Seminar können die Teilnehmenden verlorene und inaktive Kunden differenziert beurteilen und Rückgewinnungsaktivitäten systematischer vorbereiten.

Sie lernen, nicht jeden ehemaligen Kunden nach demselben Muster anzusprechen. Frühere Geschäftsbeziehung, Verlustgrund, aktuelles Potenzial und Veränderungen auf beiden Seiten fließen in die Entscheidung ein, ob und wie eine Rückgewinnung sinnvoll ist.

Mehr Sicherheit gewinnen die Teilnehmenden bei der erneuten Kontaktaufnahme. Sie können frühere Schwierigkeiten offen ansprechen, ohne sich unnötig zu rechtfertigen, und einen glaubwürdigen Grund für ein neues Gespräch schaffen.

Darüber hinaus lernen sie, Kundenrückgewinnung nicht mit Preisnachlässen gleichzusetzen. Entscheidend ist vielmehr die Frage, weshalb eine erneute Zusammenarbeit für den ehemaligen Kunden heute wieder attraktiv sein könnte.

Ziel ist ein nachvollziehbarer Rückgewinnungsprozess, bei dem wirtschaftlich interessante Kunden priorisiert, individuell angesprochen und vereinbarte nächste Schritte konsequent verfolgt werden.

Teilnahmevoraussetzungen:

Das Seminar eignet sich für Vertriebsmitarbeitende, die ehemalige oder inaktive Geschäftskunden betreuen beziehungsweise für deren Rückgewinnung verantwortlich sind.

Besonders hilfreich sind anonymisierte Beispiele von Kunden, die zum Wettbewerb gewechselt sind, seit längerer Zeit nicht mehr bestellen oder deren Geschäftsumfang erheblich zurückgegangen ist.

Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Praktische Erfahrung im Kundenkontakt erleichtert die Übertragung auf eigene Rückgewinnungssituationen.

Technische Voraussetzungen:

Für ein Präsenztraining bestehen keine besonderen technischen Voraussetzungen.

Anonymisierte Kundenhistorien, Informationen über frühere Geschäftsbeziehungen oder typische Beispiele für Kundenverluste können für die praktische Seminararbeit genutzt werden.

Bei einem Online Training benötigen die Teilnehmenden zusätzlich einen stabilen Internetzugang sowie Kamera und Mikrofon.

Lehrgangsverlauf/Methoden:

Zu Beginn analysieren die Teilnehmenden typische Ursachen, aus denen Kundenbeziehungen im eigenen Unternehmen beendet werden oder einschlafen. Dabei unterscheiden sie zwischen beeinflussbaren Gründen und Entwicklungen, auf die der Anbieter nur begrenzt Einfluss besitzt.

Anschließend werden ehemalige Kunden anhand konkreter Kriterien bewertet. Frühere wirtschaftliche Bedeutung allein reicht für eine Rückgewinnungsentscheidung nicht aus. Auch heutiges Potenzial, Verlustursache, Beziehungshistorie und realistische Erfolgsaussichten werden berücksichtigt.

Im nächsten Schritt entwickeln die Teilnehmenden unterschiedliche Kontaktstrategien. Ausgangspunkte können beispielsweise ein früherer Anbieterwechsel, Unzufriedenheit mit der damaligen Zusammenarbeit, ein persönlicher Wechsel beim Kunden oder eine längere Phase ohne Geschäft sein.

Kurze Gesprächssequenzen greifen typische Reaktionen ehemaliger Kunden auf. Die Teilnehmenden üben, die Vergangenheit angemessen anzusprechen, heutige Anforderungen zu ermitteln und einen tragfähigen Anlass für eine mögliche neue Zusammenarbeit zu entwickeln.

Zum Abschluss übertragen sie die erarbeiteten Kriterien und Vorgehensweisen auf ausgewählte eigene Rückgewinnungsfälle und definieren konkrete nächste Schritte.

Material:

Die Teilnehmenden erhalten Arbeitshilfen zur Vorbereitung und Strukturierung von Kundenrückgewinnungsaktivitäten.

Dazu gehören Kriterien zur Auswahl und Priorisierung ehemaliger Kunden, Leitfragen zur Analyse möglicher Verlustursachen sowie Formulierungsansätze für unterschiedliche Rückgewinnungssituationen.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Verkäufer, Account Manager sowie Mitarbeitende aus Vertriebsaußen- und Vertriebsinnendienst, die ehemalige oder inaktive B2B Kunden gezielt zurückgewinnen möchten. Besonders geeignet ist es, wenn verlorene Kunden bisher nicht systematisch bearbeitet werden oder die erneute Kontaktaufnahme nach Anbieterwechsel, Unzufriedenheit oder längerer Pause schwerfällt.
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