Nach dem Seminar können Sie Squid unter Linux beziehungsweise Unix installieren, grundlegend konfigurieren und in eine Netzwerkinfrastruktur einbinden. Sie können Zugriffe mit ACLs steuern, Benutzer authentifizieren und externe Authentifizierungssysteme einordnen. Sie verstehen die Möglichkeiten und Grenzen von Caching, URL-Rewriting und Inhaltsfilterung und unterscheiden Squid-Funktionen von zusätzlichen Filter- und Scankomponenten. Darüber hinaus können Sie CONNECT-Tunneling und TLS-Interception fachlich abgrenzen und die Voraussetzungen für HTTPS-Caching erläutern. Sie kennen Verfahren zur Überwachung, Protokollauswertung und Leistungsoptimierung sowie grundlegende Ansätze für einen redundanten Betrieb mit Lastverteilung.
Squid-Funktionen und Einordnung in die Netzwerkinfrastruktur
Installation und Konfiguration
Squid auf Linux- und Unix-Systemen installieren
Grundkonfiguration und Dateistruktur
Zugriffskontrolle und Authentifizierung einrichten
Cache-Einstellungen optimieren
Zugriffskontrolle mit ACLs
Grundlagen und Einsatz von Access Control Lists
ACLs für IP-Adressen, Domains und URLs konfigurieren
Berechtigungen und Einschränkungen umsetzen
Erweiterte ACL-Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten
Authentifizierung und Autorisierung
Benutzerauthentifizierung konfigurieren
Verfahren wie Basic, Digest und NTLM einordnen
Externe Authentifizierungssysteme wie LDAP und Active Directory anbinden
Zugriffe anhand von Benutzergruppen und Berechtigungen steuern
Inhaltsfilterung und URL-Rewriting
Filterrichtlinien umsetzen und Websites beziehungsweise URL-Schlüsselwörter sperren
Clientanfragen umleiten und Anfrage-URLs mit Hilfsprogrammen umschreiben
Abgrenzung zur Bearbeitung von Antwortinhalten, Location-Headern und eingebetteten URLs
ICAP-Dienste oder eCAP-Module für weitergehende Anfrage- und Antwortinhaltsanpassungen integrieren
Externe Filter- und Malware-Scan-Dienste einordnen
Fehlerseiten und Meldungen bei verweigerten Zugriffen anpassen
SSL/TLS-Interception und Caching
HTTPS-Verkehr, CONNECT-Tunneling und SSL Bump unterscheiden
TLS-Interception und Zertifikatsverwaltung konfigurieren
Technische Unterstützung sowie rechtliche und organisatorische Voraussetzungen berücksichtigen
HTTPS-Objekte nach TLS-Entschlüsselung gemäß HTTP-Caching-Regeln zwischenspeichern
Grenzen von CONNECT-Tunneling und SSL Bump
Zertifikatsvalidierung und HTTPS-Verarbeitung
Performance-Tuning und Monitoring
Serverleistung und Nutzungsstatistiken überwachen
Festplattenspeicher und Cache-Arbeitsspeicher konfigurieren
Zugriffs- und Cache-Protokolle aktivieren und auswerten
Squid für Umgebungen mit hohem Datenverkehr optimieren
Hochverfügbarkeit und Lastverteilung
Mehrere Squid-Instanzen für Redundanz einrichten
Lastverteilung und Failover konfigurieren
Hochverfügbarkeit und Fehlertoleranz unterstützen
Squid-Verbünde überwachen und verwalten
Dauer/zeitlicher Ablauf:
2 Tage
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Netzwerk- und Systemadministratoren, die Proxy-Dienste einrichten, betreiben oder optimieren möchten. Ebenso angesprochen sind IT-Verantwortliche, Sicherheitsfachkräfte und IT-Berater, die die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von Squid beurteilen möchten.
Teilnahmevoraussetzungen
Sie sollten über Grundkenntnisse der Administration von Linux- oder Unix-Systemen verfügen.
Grundkenntnisse in Netzwerken sowie in HTTP und HTTPS sind hilfreich.
Spezielle Squid-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
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