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Datenbankdesign und SQL: vom Modell zur laufenden Datenbank

Seminar - GFU Cyrus AG

Wer das Seminar besucht hat, kann aus einer Anforderungsbeschreibung Entitäten, Attribute und Beziehungen herausarbeiten und Mehrdeutigkeiten gezielt zurückfragen, ein ER-Modell mit Kardinalitäten und begründeter Schlüsselwahl aufbauen und mit einem Werkzeug festhalten, bis zur dritten Normalform normalisieren und begründete Abweichungen davon benennen, Datentypen passend zu den echten Werten wählen und die typischen Fehler bei Geldbeträgen und Zeitzonen vermeiden, Integritätsregeln als Primärschlüssel, Fremdschlüssel und Constraints im Modell verankern, das Modell mit CREATE TABLE und ALTER TABLE umsetzen und als versioniertes Skript reproduzierbar aufbauen, Daten einbringen, ändern und aus Dateien einlesen und mit fehlerhaften Zeilen umgehen, die eigenen Fachfragen als Abfragen mit Verknüpfungen und Gruppierungen umsetzen und als Sichten festhalten, Änderungen über Transaktionen absichern, Laufzeiten reproduzierbar messen und Ausführungspläne lesen, Indizes begründet setzen und den Gewinn belegen, die drei erwartbaren Engpässe des eigenen Modells benennen, und ein Schema mit Diagramm, Skript und Annahmenliste übergabefähig dokumentieren.
Termin Ort Preis*
firmenintern auf Anfrage auf Anfrage
*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:
  • Tag 1: Von der Anforderung zum Modell
  • 1. Was eine Datenbank leisten muss
  • 2. Aus Fachtext ein Modell gewinnen
  • 3. Das ER-Modell aufbauen
  • 4. Normalisieren und bewusst abweichen
  • Praxis-Übung 1: Zu einer gelieferten Anforderungsbeschreibung von etwa zwei Seiten, einem Vereins- und Kursverwaltungssystem mit absichtlich mehrdeutigen Stellen, entsteht ein ER-Modell mit Kardinalitäten, Schlüsseln und einer Liste der getroffenen Annahmen. Die Modelle werden im Tausch gegengelesen, und jedes Team benennt eine Stelle, an der das Nachbarmodell eine andere Annahme getroffen hat.
  • Tag 2: Vom Modell zu Tabellen
  • 1. Datentypen wählen
  • 2. Integrität im Modell verankern
  • 3. Das Modell in SQL umsetzen
  • 4. Prüfen, ob das Modell hält
  • Praxis-Übung 2: Das Modell aus Tag 1 wird als SQL-Skript umgesetzt, mit Datentypen, Schlüsseln und Constraints, und daraus eine leere Datenbank erzeugt. Anschließend werden gelieferte Testdaten eingespielt, von denen ein Teil die Regeln verletzt; jedes Team entscheidet und begründet je Fall, ob die Daten oder das Modell angepasst werden.
  • Tag 3: Mit dem Modell arbeiten
  • 1. Daten einbringen und ändern
  • 2. Daten abfragen, soweit die Umsetzung es braucht
  • 3. Änderungen absichern
  • Praxis-Übung 3: Die Datenbank wird mit einem größeren Bestand befüllt, etwa 50.000 Datensätze, teils aus einer CSV-Datei mit fehlerhaften Zeilen. Danach werden fünf vorgegebene Fachfragen als Abfragen umgesetzt, zwei davon als Sicht festgehalten, und eine Mengenänderung wird einmal mit und einmal ohne Transaktion durchgeführt, um den Unterschied im Fehlerfall zu sehen.
  • Tag 4: Messen, nachbessern, abgeben
  • 1. Messen statt vermuten
  • 2. Indizes setzen
  • 3. Wo das Modell später klemmt
  • 4. Abgeben und weitergeben
  • Praxis-Übung 4: Drei vorgegebene Auswertungen auf dem gefüllten Bestand werden gemessen, ihre Ausführungspläne ausgewertet und durch gesetzte Indizes verbessert, mit Nachmessung und Protokoll. Abschließend erstellt jedes Team eine Übergabe aus Diagramm, Schemaskript, Annahmenliste und einer halben Seite zu den drei erwarteten Engpässen.



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Den kompletten Seminarinhalt finden Sie auf der Anbieterseite

Zielgruppe:
  • Entwickelnde, die ein Datenmodell nicht nur zeichnen, sondern anlegen, befüllen und abfragen müssen
  • Business-Analysten und Fachkräfte, die Anforderungen in ein Modell übersetzen und die Umsetzung beurteilen
  • Technische Projektleitungen, die Entwürfe abnehmen und erkennen müssen, wo ein Modell später teuer wird
  • Umsteigende aus der Anwendungsentwicklung, die bisher mit vorgefundenen Schemata gearbeitet haben


Voraussetzungen: Sicherer Umgang mit einem Rechner und Grundverständnis für Tabellen, Felder und Datensätze, wie es aus der Arbeit mit Tabellenkalkulationen oder vorhandenen Anwendungen mitkommt. SQL-Kenntnisse sind nicht erforderlich; die benötigten Anweisungen werden eingeführt, soweit sie zum Anlegen, Befüllen und Prüfen des eigenen Modells gebraucht werden. Keine Programmierung. Im offenen Seminar wird für die Übungen PostgreSQL verwendet, weil es dem Standard am nächsten liegt und frei verfügbar ist. Der Entwurfsteil ist systemunabhängig; wo sich Datentypen, Bezeichner oder Ausführungspläne in Oracle, Microsoft SQL Server und MySQL unterscheiden, wird das je Kapitel benannt. Bei einer Inhouse-Durchführung können die Übungen auf dem im Haus eingesetzten Datenbanksystem laufen.

Seminarkennung:
S3283
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