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Edge-KI und Mikrocontroller: die Investitionsentscheidung

Seminar - GFU Cyrus AG

Die Teilnehmenden unterscheiden nach dem Seminar die Geräteklassen und ordnen ein, welche für welche Aufgabe in Frage kommt - vom Mikrocontroller über den Einplatinenrechner bis zur Steuerung. Sie beurteilen, ob ein Vorhaben überhaupt eigenentwickelt werden sollte, und schätzen Aufwand, Dauer und Folgekosten realistisch ein. Sie kennen die Faktoren, die eine Plattformwahl über zehn Jahre tragfähig machen - Verfügbarkeit, Zweitquellen, Lizenzmodelle und die Frage, wem das Ökosystem gehört -, und wissen, welche Nachweise ein Produkt braucht, bevor es verkauft werden darf. Und sie erkennen, woran solche Vorhaben typischerweise scheitern: nicht an der Technik, sondern am Übergang vom Muster zur Serie.
Termin Ort Preis*
firmenintern auf Anfrage auf Anfrage
*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:
  • 1. Was heute möglich ist und was es kostet
    • Die Geräteklassen und ihre Einsatzbereiche: Mikrocontroller, Einplatinenrechner, Steuerung
    • Was lokale KI auf solchen Geräten leistet und wo die Grenze liegt
    • Typische Vorhaben: Zustandsüberwachung, Sichtprüfung, vernetzte Sensorik, Produktfunktionen
    • Größenordnungen für Stückkosten, Entwicklungsaufwand und Zeitbedarf

  • 2. Selbst machen, einkaufen oder lassen
    • Wann ein Vorhaben in die Eigenentwicklung gehört und wann nicht
    • Fertiglösung, Dienstleister, eigenes Team - die drei Wege im Vergleich
    • Was ein Funktionsmuster aussagt und was nicht
    • Die Kostenfalle nach der Freigabe: Pflege, Aktualisierung, Ersatzteile

  • 3. Die Plattformentscheidung
    • Kriterien über zehn Jahre: Verfügbarkeit, Zusagen zur Liefertreue, Zweitquellen
    • Lizenzmodelle und Bindung an Werkzeugketten
    • Wem das Ökosystem gehört: die Marktkonsolidierung und ihre Folgen
    • Offene Plattformen als Rückfallweg

  • 4. Vom Muster zur Serie
    • Was zwischen Prototyp und Produkt tatsächlich liegt
    • Fertigungsfähiges Design, Stückliste, Bestückung, Prüfmittel
    • Nachweise und Kennzeichnung: CE, elektromagnetische Verträglichkeit, Funkanforderungen
    • Die Pflichten aus dem Cyber Resilience Act und ihre Fristen

  • 5. Risiken benennen und steuern
    • Technische Risiken: Bauteilabkündigung, Aktualisierbarkeit, Sicherheitslücken im Feld
    • Geschäftsrisiken: Anbieterbindung, Personalabhängigkeit, Haftung
    • Was in einer Freigabeentscheidung dokumentiert sein sollte

  • Praxis-Übung: Für einen mitgebrachten oder vorgegebenen Anwendungsfall wird eine Entscheidungsvorlage erstellt: Geräteklasse, Weg der Umsetzung, Plattformwahl mit Begründung, Aufwands- und Kostenschätzung, Nachweispflichten und die drei größten Risiken mit Gegenmaßnahmen. Die Vorlagen werden im Plenum gegeneinander geprüft.



Zielgruppe:
  • Geschäftsführung und Bereichsleitung, die Gerätevorhaben beauftragen oder freigeben
  • Produktmanagement an der Schnittstelle zwischen Geschäftsstrategie und Technik
  • Technische Leitung ohne eigene Mikrocontroller-Praxis
  • Einkauf, Controlling und Unternehmensentwicklung mit Bezug zu Hardwarevorhaben


Voraussetzungen: Keine technischen Vorkenntnisse. Erfahrung mit der Bewertung von Vorhaben oder Investitionsentscheidungen ist hilfreich. Ein eigener Anwendungsfall kann eingebracht werden.

Abgrenzung


Dieses Format vermittelt keine Entwicklungsfertigkeiten, sondern die Grundlagen für Entscheidungen. Wer selbst bauen will, findet den Einstieg in S4021 (Programmieren am Mikrocontroller), S1811 (Mikrocontroller-Grundlagen), S7314 (erste Anwendungen mit dem UNO Q) und der Elektronikwerkstatt.

Seminarkennung:
S3301
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