Detaillierte Informationen zum Seminar
Inhalte:
Was dieses Format leistet – und was auch nicht
KI-Einführungen scheitern selten an der Technologie. Sie scheitern daran, dass Rollen unklar werden, Vertrauen fehlt, Kommunikationsmuster sich verschieben und niemand wirklich weiß, wie man das soziale System der Organisation durch diese Veränderung begleitet. Wir arbeiten nicht mit Tools und Prompts. Wir arbeiten mit dem, was wirklich zählt: Der kommunikativen, organisationalen und kulturellen Seite der KI-Transformation, auf Basis von systemtheoretischen Grundlagen, 26 Jahren Beratungspraxis und konkreten Erfahrungen aus laufenden Transformationsvorhaben.
Genau hier setzt das Intensiv-Programm an.
Das Intensiv-Programm im Überblick
Das Format besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen im Umfang von insgesamt 3 Tagen, mit bewusstem Abstand zwischen den Einheiten, damit das Gelernte im Alltag wirken kann.
Einstimmung (3 Wochen vor dem Intensivmodul) Vorbereitung | Lektüre | Selbstreflexion:
Wer gut vorbereitet ankommt, arbeitet tiefer. Sie erhalten ausgewähltes Vorbereitungsmaterial (Texte, einen Podcast-Impuls u.ä.) und führen vorab eine strukturierte KI-Selbsteinschätzung zu Ihrer Organisation durch. So kommen Sie nicht mit einem allgemeinen Interesse, sondern mit einem konkreten Anliegen und einem Bild zu Ihrer eigenen Situation.
Einführung, 3 Stunden, virtuell
Ein systemischer Blick auf das, was in Organisationen passiert, wenn KI ins Spiel kommt. Was unterscheidet KI von früheren Digitalisierungswellen? Welche Paradoxien entstehen, und warum sind sie keine Fehler, sondern Systemreaktionen? Dieses Modul schafft den theoretischen Rahmen und stimmt die Gruppe aufeinander ein.
Intensivmodul, 2 Tage, live
Das Herzstück des Formats. Zwei intensive Präsenztage, in denen Sie gemeinsam mit einer bewusst kleinen, divers zusammengesetzten Gruppe die zentralen Fragen der KI-Transformation bearbeiten.
- Tag 1: 10:00 – 18:00 Uhr, anschließend gemeinsames Abendessen
- Tag 2: 08:45 – 16:00 Uhr
Inhalte
- KI und Organisation: Wie verändern sich Kommunikation, Zusammenarbeit und Kultur wirklich? Und was unterscheidet diese Welle von früheren Digitalisierungsphasen?
- Die zentralen Paradoxien der KI-Einführung: Warum KI Organisationen zwingt, Dinge formal zu machen, die bisher informal funktionierten. Und welche Spannungen das erzeugt …
- KI und Führung: Welche Aufgabenfelder rücken in den Fokus, wenn KI als Teammitglied mit am Tisch sitzt?
- KI-Governance und Entscheidungsverantwortung: Welche Rollen verändern oder erweitern sich? Wo delegieren wir an KI? Wo sagen wir bewusst: das entscheiden wir selbst!
- Kultur im KI-Zeitalter: Wie können wir implizite Werte- und Normverschiebungen einordnen, aber auch ein psychologisch sicheres Umfeld schaffen, um Muster im Umgang mit KI laufend zu reflektieren?
- KI-Transformation gestalten: Wie mit Widerständen und Statusverschiebungen umgehen, wenn KI alle Dimensionen des Neuwaldegger-Dreiecks betrifft … (Entscheidungsprogramme, Strukturen & Prozesse, Personen & Führung – Kultur als Emergenz)
Methodik
Zielgerichtete Inputs aus Forschung und Beratungspraxis, Kleingruppenarbeit, Fallarbeit, Reflexionsschleifen und Sparring mit den Kolleg:innen aber auch mit der und an der KI. Hypothesenbasiertes Arbeiten entlang der systemischen Schleife.
Follow-up, 3 Stunden, virtuell
Das Follow-up verbindet zwei Stränge:
- Der erste: Was ist seit dem Intensivmodul passiert? Was haben Sie ausprobiert, was hat funktioniert, was nicht? Kollegialer Austausch, Reflexion der eigenen Umsetzungsschritte und gegenseitiges Sparring sichern den Transfer.
- Der zweite: Ein vertiefender Input zu KI und Führung. Was verändert KI am Führungsverständnis, an Rolle, Verantwortung und dem, was Führung in einer KI-transformierten Organisation leisten muss? Hier erfolgt ein Deepdive, der die Inhalte des Intensivmoduls auf die Führungsdimension zuspitzt.
Dauer/zeitlicher Ablauf:
virtuell: am 2. Oktober 2026, 9.00 – 12.00 Uhr; live: am 13. Oktober 2026, 10.00 – 18.00 Uhr + anschließendes Abendessen; live: am 14. Oktober 2026, 8.45 – 16.00 Uhr + Ausklang; virtuell: am 5. November 2026, 14.00-17.00 Uhr
Ziele/Bildungsabschluss:
- Ein klares Verständnis, wie KI Kommunikationsmuster, Zusammenarbeit, Führung und Kultur jenseits von Tools und Technik verändert.
- Die Fähigkeit, zentrale Paradoxien der KI-Einführung zu benennen und gezielt zu adressieren.Eine präzise Einordnung von Widerständen, Reibungen und Rollenkonflikten als Hinweise für wirksame Transformation.
- Skizze einer Change-Architektur für Ihr konkretes Vorhaben, die inhaltliche und soziale Veränderung verbindet.
- Ein Netzwerk aus Peers, die vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen stehen.
Teilnahmevoraussetzungen:
Nach Eingang Ihrer Interessensbekundung erhalten Sie einen kurzen Fragebogen zu Ihrem Kontext und Ihren KI-Erfahrungen. So können wir die Gruppe gut zusammenstellen und das Format gezielt zuschneiden.
Technische Voraussetzungen:
Für die virtuellen Einheiten wird ein Computer mit stabiler Internetverbindung benötigt.
Lehrgangsverlauf/Methoden:
Wir beleuchten KI-Transformation aus systemischer Perspektive. KI ist kein weiteres Tool. Vielmehr wird sie zum relevanten Kommunikationspartner und verändert damit, wie in Organisationen gedacht, entschieden und geführt wird. Unser Rahmen: das Neuwaldegg-Dreieck, Luhmanns Systemtheorie und 26 Jahre Erfahrung in der Begleitung komplexer Veränderungsprozesse. Theoretische Grundlage ist unser Whitepaper „KI-Einführung als Transformation” sowie der Artikel „Wenn KI mitentscheidet” (Zeitschrift für Organisationsentwicklung 4/2025).
Zielgruppe:
Führungskräfte, Organisationsentwickler:innen, interne Berater:innen und KI-Verantwortliche, die KI nicht nur einführen, sondern organisational verantwortungsvoll gestalten wollen.