Nach dem Seminar können Sie Linux für grundlegende Aufgaben im persönlichen und beruflichen Alltag nutzen. Sie finden sich auf der grafischen Oberfläche und in der Befehlszeile zurecht, verwalten Dateien und Verzeichnisse und verstehen die Bedeutung von Zugriffsrechten. Sie können Benutzerkonten und Gruppen verwalten, Software mit dem passenden Paketmanager installieren und grundlegende Netzwerkeinstellungen vornehmen. Außerdem kennen Sie Möglichkeiten, Prozesse und Systemressourcen zu überwachen, Protokolle auszuwerten und häufige Fehler einzugrenzen. Sie erstellen einfache Bash-Skripte und können Dateien sichern und wiederherstellen. Damit verfügen Sie über eine praktische Grundlage für den weiteren Umgang mit Linux.
Hardwareanforderungen prüfen und Installationsmedium vorbereiten
Installation durchführen
Linux-Grundlagen
Dateisystemstruktur gemäß Filesystem Hierarchy Standard (FHS)
Navigation in der Befehlszeile
Grundlegende Befehle wie ls, cd, mkdir und rm
Datei- und Verzeichnisberechtigungen
Benutzerverwaltung
Benutzerkonten, Gruppen und Berechtigungen verwalten
Passwörter und Passwortrichtlinien
Sudo-Berechtigungen und privilegierte Zugriffe
Softwareverwaltung
Distributionsspezifische Paketmanager verwenden, beispielsweise apt, dnf/yum, zypper und pacman
Software installieren, aktualisieren und deinstallieren
Pakete suchen und Repositorys verwalten
Dienste starten und stoppen
Netzwerkkonfiguration
Ethernet und WLAN konfigurieren
IP-Adressen, Subnetzmasken und Gateway
DNS-Konfiguration und Namensauflösung
Grundlagen der Konfiguration von DHCP, DNS und Firewall
Shell-Programmierung
Einführung in Bash
Variablen, Bedingungen und Schleifen
Funktionen und Parameterübergabe
Einfache Skripte zur Aufgabenautomatisierung erstellen
Systemüberwachung und Fehlerbehebung
CPU-, Speicher- und Festplattenauslastung überwachen
Protokolle mit syslog, dmesg und journalctl auswerten
Prozesse mit ps, top und kill überwachen und verwalten
Häufige Probleme diagnostizieren und beheben
Datensicherung und Wiederherstellung
Dateien und Verzeichnisse sichern
Komprimierung und Verschlüsselung verwenden
Backups wiederherstellen
Sicherheitsaspekte der Datensicherung
Grafische Benutzeroberflächen
Desktop-Umgebungen und Fenstermanager: GNOME, KDE Plasma und Xfce
Desktop konfigurieren und anpassen
Dateimanager, Texteditor und Terminal nutzen
Einstellungen und Systemwerkzeuge verwalten
Abschlussprojekt
Gelerntes in einem Linux-Projekt oder einer Fallstudie anwenden
Ergebnisse präsentieren und diskutieren
Linux-Distributionen im Überblick
Ubuntu: Auf Debian basierende Distribution für Desktop und Server mit Schwerpunkt auf Benutzerfreundlichkeit
Debian: Auf Stabilität ausgerichtete Distribution mit umfangreicher Paketauswahl und Grundlage vieler weiterer Distributionen
Red Hat Enterprise Linux (RHEL): Unternehmensdistribution mit kommerziellem Support und langfristiger Wartung
CentOS Stream: Kontinuierlich weiterentwickelte Distribution, die vor den jeweils folgenden RHEL-Minorreleases liegt; das frühere CentOS Linux wurde eingestellt und ist keine aktuelle, stabile RHEL-Nachbildung mehr. (CentOS-Projekt)
Fedora: Community-Distribution mit aktueller Software und enger Verbindung zum Red-Hat-Ökosystem
openSUSE: Vielseitige Distribution mit Leap und der Rolling-Release-Variante Tumbleweed
Dauer/zeitlicher Ablauf:
3 Tage
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger mit keinen oder geringen Linux-Kenntnissen sowie an Beschäftigte, die Linux künftig im Arbeitsalltag nutzen möchten. Dazu gehören IT-Mitarbeiter, angehende Systemadministratoren, Softwareentwickler und Netzwerktechniker ohne entsprechende Linux-Erfahrung.
Ebenso eignet sich das Seminar für private Anwender und Open-Source-Interessierte, die Linux kennenlernen und ihre technischen Grundlagen erweitern möchten.
Teilnahmevoraussetzungen
Sie benötigen keine Linux-Vorkenntnisse. Grundlegende Computerkenntnisse sind hilfreich. Das Seminar ist als Einstieg mit praktischen Übungen konzipiert.
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