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Cyber Resilience Act für Produkt- und Entwicklungsteams

Webinar - GFU Cyrus AG

Jede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit der Fähigkeit, die Anforderungen des Cyber Resilience Act im eigenen Produkt- und Entwicklungsteam umzusetzen. Sie ordnet Produkte den Risikoklassen zu, leitet den Konformitätsweg ab, baut SBOM-, Schwachstellen- und Meldeprozesse auf und kennt den Weg zu technischer Dokumentation, Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung. Als greifbares Ergebnis nimmt sie einen belastbaren Umsetzungsfahrplan mit.
Termin Ort Preis*
11.03.2027- 12.03.2027 online 1.713,60 €
11.03.2027- 12.03.2027 Köln 1.713,60 €
04.11.2027- 05.11.2027 Köln 1.713,60 €
04.11.2027- 05.11.2027 online 1.713,60 €

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*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:
  • Tag 1: 1. Der CRA im Überblick: Ziel, Geltung und Rollen
    • Produktsicherheit als Bedingung für den EU-Marktzugang
    • Was ein Produkt mit digitalen Elementen ist
    • Rollen und Pflichten: Hersteller, Importeur, Händler und Open-Source-Steward
    • Zusammenspiel mit NIS-2 und anderen Vorgaben
    • Praxis-Übung: Das eigene Produktportfolio gegen die CRA-Definition prüfen und die betroffenen Produkte benennen.

  • 2. Fristen und der Stichtag September 2026
    • Der Zeitplan: Inkrafttreten, Meldepflicht und volle Anwendung
    • Warum die Meldepflicht ab September 2026 auch Altprodukte trifft
    • Die Abhängigkeit von SBOM und Schwachstellenüberblick
    • Was bis wann vorliegen muss
    • Praxis-Übung: Aus den Fristen einen groben Zeitplan für ein eigenes Produkt ableiten.

  • 3. Risikoklassen und Konformitätsweg
    • Standardprodukte, wichtige Klasse I und II sowie kritische Produkte
    • Selbstbewertung gegenüber Drittbewertung über eine benannte Stelle
    • Die Rolle harmonisierter Normen und die Konformitätsvermutung
    • Die richtige Einstufung begründen
    • Praxis-Übung: Ein Beispielprodukt einer Risikoklasse zuordnen und den passenden Konformitätsweg festlegen.

  • 4. Wesentliche Anforderungen: Secure-by-Design und Secure-by-Default
    • Die Sicherheitsanforderungen aus Annex I verstehen
    • Sichere Voreinstellungen und reduzierte Angriffsfläche
    • Schutz von Vertraulichkeit und Integrität sowie sichere Updates
    • Informations- und Anleitungspflichten gegenüber Nutzern aus Annex II
    • Praxis-Übung: Für das Beispielprodukt die wichtigsten Annex-I-Anforderungen in konkrete Maßnahmen übersetzen.

  • Tag 2: 5. Software Bill of Materials erstellen und pflegen
    • Wozu der SBOM dient und welche Tiefe der CRA verlangt
    • Maschinenlesbare Formate wie SPDX und CycloneDX
    • Erst- und Drittkomponenten einschließlich Open Source erfassen
    • SBOM-Erzeugung im Entwicklungsprozess verankern
    • Praxis-Übung: Für eine Beispielanwendung einen SBOM erzeugen und die enthaltenen Komponenten und Abhängigkeiten prüfen.

  • 6. Schwachstellenbehandlung und koordinierte Offenlegung
    • Schwachstellen über den Lebenszyklus erkennen, bewerten und beheben
    • Eine Policy zur koordinierten Offenlegung aufsetzen
    • Kontaktstelle und Sicherheitsupdates ohne Verzug
    • Triage in den Entwicklungsprozess einbinden
    • Praxis-Übung: Eine schlanke CVD-Policy und einen Triage-Ablauf für das Beispielprodukt entwerfen.

  • 7. Meldeprozess für aktiv ausgenutzte Schwachstellen
    • Was gemeldet werden muss: aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Vorfälle
    • Die Kaskade aus Erstmeldung, Zwischenmeldung und Abschlussbericht
    • Die zentrale Meldeplattform und die zuständigen Stellen
    • Den Prozess im Team belastbar aufstellen
    • Praxis-Übung: Einen Meldeprozess mit klaren Rollen und Fristen für das Beispielprodukt durchspielen.

  • 8. Konformität nachweisen und Peer-Review
    • Technische Dokumentation und ihre Aufbewahrung
    • Konformitätsbewertung je nach Risikoklasse
    • EU-Konformitätserklärung, CE-Kennzeichnung und der Supportzeitraum
    • Den Umsetzungsfahrplan zusammenführen
    • Praxis-Übung (Peer-Review): Den CRA-Umsetzungsfahrplan einer anderen teilnehmenden Person gegen Risikoklasse, Prozesse, Meldewesen und Nachweisführung prüfen und die Rückmeldungen einarbeiten.




Dauer/zeitlicher Ablauf:
2 Tage
Zielgruppe:
  • Entwicklungs- und Produktteams von Herstellern vernetzter Produkte und Software
  • Security-Engineers und technische Verantwortliche für Produktsicherheit
  • Produktmanagement mit Verantwortung für Marktzugang und Konformität
  • Qualitäts- und Compliance-Verantwortliche in der Produktentstehung


Voraussetzungen: Die Teilnehmenden bringen ein Grundverständnis von Softwareentwicklung oder Produktentstehung mit. Security-Vorwissen ist hilfreich, aber nicht zwingend. Juristisches Vorwissen ist nicht erforderlich.

Seminarkennung:
R104300
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