Nach diesem Seminar können Sie Wireshark für die Analyse von Netzwerkprotokollen einsetzen. Sie passen die Arbeitsumgebung mit Profilen und Farbregeln an, verwenden Capture- und Display-Filter und werten Netzwerkverkehr mithilfe der Statistikfunktionen aus. Sie wählen geeignete Messpunkte und setzen bei Bedarf Kommandozeilenwerkzeuge ein. Darüber hinaus kennen Sie Anforderungen und Methoden der rechtskonformen IT-Forensik sowie der DSGVO-konformen Anonymisierung von Forensikdateien. In praktischen Laborübungen analysieren Sie VoIP und gängige Standardprotokolle.
Welche Neuerungen sowie Vor- und Nachteile bietet die aktuelle Wireshark-Version?
Welche Dateien und Verzeichnisse sind innerhalb der Wireshark-Installation von zentraler Bedeutung (Konfiguration, Profile, Filter, Plug-ins)?
Kapitel 2: Qt-Benutzeroberfläche
Welche Aufgaben haben Paketliste (Packet List), Paketdetails (Packet Details) und Bytes-Ansicht (Packet Bytes)?
Welche Funktionen stellen Menüleiste und Statusleiste bereit?
Kapitel 3: Wireshark personalisieren
Wie lassen sich anwendungsspezifische Profile inklusive Farbregeln anlegen und verwalten?
Welchen Nutzen bieten praxisoptimierte Capture- und Display-Filter?
Wie werden GeoIP-Datenbanken eingebunden und ausgewertet?
Kapitel 4: Capture-Filter konfigurieren
Worin unterscheiden sich Capture- und Display-Filter?
Wie lassen sich Langzeitaufzeichnungen effizient umsetzen (z. B. Ringpuffer, Dateirotation)?
Was ist ein Capture-Filter-Generator und wie unterstützt er die Filtererstellung?
Kapitel 5: Display-Filter anwenden
Worin liegt der Unterschied zwischen einem Display-Filter und einem Filterbutton (Display-Filter-Button)?
Wie lässt sich der Offset-Filter (Byte-Offset-Zugriff) gezielt einsetzen?
Wie werden komplexe TCP-Verbindungen unter IPv4 und IPv6 selektiert und dargestellt?
Mit welchen Filtern lassen sich Paketverzögerungen und -verluste im Netzwerk identifizieren?
Wofür werden Lua-Skripte eingesetzt?
Kapitel 6: Wireshark und Statistiken
Welche Erkenntnisse liefern Protokollhierarchie (Protocol Hierarchy) und Endpunkte (Endpoints)?
Wie unterstützt der I/O-Graph die Optimierung, und was sind Flow-Graph-Templates?
Kapitel 7: Wireshark-Aufzeichnung
An welchen Messpunkten muss aufgezeichnet werden, um alle relevanten Daten vollständig zu erfassen?
Welche herstellerspezifischen Funktionen (z. B. Cisco und Aruba) ermöglichen eine geräteinterne Aufzeichnung (Port-Mirror)?
Kapitel 8: CLI-Tools dumpcap, tshark, tcpdump und pktmon
In welchen Szenarien sind Kommandozeilenwerkzeuge der grafischen Wireshark-Oberfläche überlegen?
Wann können Wireshark und dessen Tools nicht zum Einsatz kommen?
Kapitel 9: Forensik und Wireshark
Welche Anforderungen stellt eine rechtskonforme IT-Forensik, und wie lässt sie sich mit Wireshark umsetzen?
Welche forensischen Methoden und Datengrundlagen kommen zum Einsatz?
Wie lassen sich Forensikdateien DSGVO-konform für die externe Weitergabe anonymisieren?
Welche Filterkonstrukte sind für die Forensik erforderlich?
Kapitel 10: VoIP
Wodurch unterscheidet sich VoIP-Verkehr von anderem Datenverkehr?
Wie lässt sich RTP-Verkehr statistisch auswerten und wiedergeben?
Wie werden teilnehmerbezogene Informationen (Rufnummer, Benutzerdaten) ermittelt?
Kapitel 11: Labor: DHCP, FTP, SSH, SFTP, NTP, NAT, IPsec, HTTP über TLS/QUIC (HTTPS) u. a.
Wie lassen sich Standardprotokolle effizient analysieren?
Was ist bei Aufzeichnungen an mehreren Interfaces zu beachten?
Warum sind Verzögerungen bei bestimmten Protokollen nicht kritisch?
Kann Wireshark bei verschlüsselten Passwörtern unterstützen?
Dauer/zeitlicher Ablauf:
3 Tage
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an IT-Administratoren, Netzwerktechniker, IT-Sicherheitsbeauftragte und alle Fachkräfte, die Netzwerkverkehr analysieren oder Fehlerquellen im Netzwerk professionell identifizieren möchten. Auch technische Supportmitarbeiter und Consultants im IT-Umfeld profitieren von diesem Seminar.
Teilnahmevoraussetzungen
Sie benötigen Grundkenntnisse im Umgang mit Netzwerken.
Sie sollten grundlegendes Verständnis von IP, TCP/UDP und dem OSI-Modell mitbringen.
Vorkenntnisse in der Nutzung von Netzwerktools sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
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