Detaillierte Informationen zum Seminar
Inhalte:
Einstieg: Wofür FMEA im QM genutzt wird
Zu Beginn wird eingeordnet, warum FMEA im Qualitätsmanagement eingesetzt wird und welchen präventiven Nutzen sie hat. Dabei geht es um frühe Fehlererkennung, gezielte Absicherung kritischer Prozessschritte und die Vermeidung später Nacharbeit oder Reklamationen.
Grundlogik der Prozess-FMEA
Die Teilnehmer lernen die Grundstruktur der Prozess-FMEA kennen. Im Mittelpunkt stehen Prozessschritt, potenzieller Fehler, Folgen bei Fehler und potenzielle Fehlerursachen. Dabei wird besonders auf die saubere Trennung dieser Elemente geachtet.
Bewertung, Priorisierung und Maßnahmen
Anschließend wird gezeigt, wie Risiken mit Bedeutung, Auftreten und Entdeckung bewertet werden. Die RPZ bzw. Priorisierung wird praxisnah eingeordnet: Sie unterstützt die Bewertung, ersetzt aber nicht die fachliche Einschätzung des Teams. Außerdem wird gezeigt, wie Maßnahmen gezielt auf Bedeutung, Auftreten oder Entdeckung wirken können.
KI in der FMEA sinnvoll nutzen
Die Teilnehmer erfahren, wie KI erste FMEA-Arbeitsfassungen vorbereiten kann. Dabei geht es um Fehlerbilder, Folgen, Ursachen, Formulierungen und Maßnahmenideen. Gleichzeitig wird klar abgegrenzt, dass KI keine Bewertungen festlegen und keine fachliche Prüfung ersetzen darf.
KI-Beispiel zur Prozess-FMEA
An einem konkreten Prozessbeispiel wird gezeigt, wie aus einem Prozessschritt und einem Fehlerbild ein gezielter KI-Arbeitsauftrag entsteht. Die KI-Ausgabe wird anschließend fachlich eingeordnet, in eine FMEA-Arbeitsfassung übertragen und auf Prüfbedarf untersucht.
FMEA praktisch anwenden
In der ersten Praxisphase wählen die Teilnehmer einen Prozessschritt und ein potenzielles Fehlerbild aus. Mit KI werden Folgen und potenzielle Fehlerursachen vorbereitet. Die Bewertung mit Bedeutung, Auftreten und Entdeckung erfolgt bewusst ohne KI. Anschließend werden Maßnahmenideen vorbereitet und fachlich geprüft.
Einstieg: Prozessbezogene Chancen und Risiken
Im zweiten Teil wird der Blick erweitert: Neben konkreten Fehlermöglichkeiten werden Chancen und Risiken auf Prozessebene betrachtet. Es wird gezeigt, warum Chancen und Risiken im QM wichtig sind und wie sie zur Absicherung von Prozesszielen und zur Verbesserung beitragen können.
Risiken und Chancen aus Prozessen ableiten
Die Teilnehmer lernen, Chancen und Risiken direkt aus Prozessschritten abzuleiten. Ausgangspunkt sind Inputs, Tätigkeiten, Outputs und Übergaben. Dadurch wird das Chancen- und Risikomanagement nicht abstrakt, sondern konkret am Prozess ausgerichtet.
Von Einzelereignissen zur Prozessbewertung
Einzelne Chancen und Risiken werden gebündelt und auf Prozessebene eingeordnet. Die Teilnehmer lernen, Top-Risiken und Top-Chancen zu erkennen, pragmatisch zu bewerten und daraus eine sinnvolle Grundlage für Maßnahmen abzuleiten.
KI im Chancen- und Risikomanagement sinnvoll nutzen
Es wird gezeigt, wie KI aus Prozess- oder IPO-Schritten erste Chancen und Risiken ableiten kann. KI unterstützt hier vor allem bei Strukturierung, Formulierung und der Vorbereitung erster Arbeitsstände - nicht bei der endgültigen Auswahl, Bewertung oder Priorisierung.
KI-Beispiel zum Reklamationsprozess
An einem Reklamationsprozess wird gezeigt, wie aus einer IPO-Tabelle, Zusatzinformationen und einem klaren Prompt erste Chancen und Risiken entstehen können. Die Ergebnisse werden fachlich eingeordnet, nachgeschärft und für die weitere Bearbeitung vorbereitet.
Risiken und Chancen praktisch ableiten
In der zweiten Praxisphase arbeiten die Teilnehmer mit einem eigenen oder bereitgestellten Prozessbeispiel. Sie leiten Chancen und Risiken mit KI-Unterstützung ab, wählen relevante Punkte ohne KI aus, bewerten diese fachlich und entwickeln erste Maßnahmenideen.
Abschlussbeschreibung
Technische Voraussetzungen
Für die Teilnahme am Kurs wird Folgendes empfohlen:
- Webcam
- Headset (Kopfhörer mit Mikrofon)
Ablauf
Dieses Seminar findet zu 100% online statt. Bitte prüfen Sie im Vorfeld, ob Sie die technischen Voraussetzungen für die Teilnahme am Online-Unterricht erfüllen.
Bildungsurlaub
Für dieses Weiterbildungsangebot kann unter bestimmten Voraussetzungen Bildungsurlaub beantragt werden. Ob ein Anspruch besteht, hängt von den jeweiligen gesetzlichen Regelungen ab. In der Regel umfasst Bildungsurlaub bis zu fünf Arbeitstage pro Kalenderjahr bei fortgezahltem Arbeitsentgelt. Bitte beachten Sie die geltenden Regularien und besprechen Sie diese sowie die betrieblichen Anforderungen im Vorfeld mit Ihrem Arbeitgeber.
Dauer/zeitlicher Ablauf:
6 Stunden
Ziele/Bildungsabschluss:
Teilnahmebescheinigung /
Zielgruppe:
- Qualitätsmanager, QM-Beauftragte und Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement
- Fach- und Führungskräfte aus Qualität, Produktion, Logistik, Technik und Dienstleistung
- Prozessverantwortliche, KVP-Moderatoren und interne Auditoren
- Mitarbeiter, die Prozessrisiken, Fehlerbilder oder Verbesserungsmöglichkeiten systematisch bewerten möchten
- Mitarbeiter aus Fertigung, Montage, Prüfung, Reklamationsbearbeitung oder Prozessoptimierung
- Personen, die generative KI wie ChatGPT strukturiert, praxisnah und verantwortungsvoll für FMEA sowie Chancen- und Risikomanagement einsetzen möchten
Anforderungen:
Grundkenntnisse im Qualitätsmanagement oder in der Prozessarbeit sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Technische KI- oder Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Seminarkennung:
2512_261_02