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Live-Online: EU-Richtlinie 2026 – Korruptionsbekämpfung: Wesentliche Inhalte und neue Anforderungen für die Praxis

Webinar - Haufe Akademie GmbH & Co. KG

Die neue EU-Richtlinie (EU) 2026/1021 zur Bekämpfung der Korruption vom 29. April 2026 trat am 31.05.2026 in Kraft und bringt weitreichende Änderungen für Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen. Ziel ist die Vereinheitlichung und Verschärfung der Straftatbestände für Korruption innerhalb aller EU-Mitgliedsstaaten. Diese EU-Richtlinie wird erhebliche Auswirkungen auf das bisherige Korruptionsstrafrecht haben, da die EU-Staaten diese „Mindestanforderungen“ in das jeweilige nationale Recht bis zum 1. Juni 2028 umsetzen müssen.
Von besonderer Bedeutung sind die Sanktionen gegen Unternehmen sowie die gesetzlich vorgesehenen Strafminderungsgründe. Zur Umsetzung bedarf dies einer deutlichen Anpassung der bisherigen deutschen Normen zur Korruptionsbekämpfung.
Termin Ort Preis*
20.08.2026 online 1.059,10 €
10.11.2026 online 1.059,10 €
08.02.2027 online 1.059,10 €
15.04.2027 online 1.059,10 €
12.05.2027 online 1.059,10 €

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*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:

Da die neue EU-Richtlinie als Mindestanforderungen für alle EU-Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren umzusetzen ist, sollten alle Unternehmen und Behörden sich auf die neuen Strafnormen vorbereiten.


Ziele der neuen EU-Richtlinie zur Bekämpfung der Korruption


  • Die wesentlichen Ziele der neuen Richtlinie.
  • Mindestanforderungen zur Korruptionsbekämpfung innerhalb der EU.
  • Was müssen die Mitgliedstaaten nun umsetzen?
  • Die wesentlichen Erwägungsgründe.
  • Begriffsbestimmungen – Unterschiede zum bisherigen deutschen Recht.
  • Einordnung in bestehende Compliance-, Governance- und Strafrechtsstrukturen.
  • Erwartete Auswirkungen auf Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen.


Korruptionsdelikte im öffentlichen Sektor


  • Bestechung im öffentlichen Sektor (Art. 3).
  • Veruntreuung (Art. 5 Abs. 1).
  • Unerlaubte Einflussnahme (Art. 6).
  • Rechtswidrige Ausübung öffentlicher Ämter (Art. 7).
  • Behinderung der Justiz (Art. 8).
  • Bereicherung durch Korruptionsdelikte (Art. 9).
  • Typische Praxisfälle und Abgrenzungsfragen.


Korruptionsdelikte im privaten Sektor


  • Bestechung im privaten Sektor (Art. 4).
  • Veruntreuung (Art. 5 Abs. 2).
  • Abgrenzung zu zulässigen Geschäfts- und Vorteilsgewährungen.
  • Risiken in Einkauf, Vertrieb, Drittparteien- und Lieferantenmanagement.


Allgemeine Regelungen für die Strafnormen


  • Verheimlichung (Art. 10).
  • Verjährungsfristen (Art. 19).
  • Sicherstellung und Einziehung (Art. 27).
  • Schutz von Hinweisgebern.
  • Rechte der Opfer (Art. 29).
  • Anforderungen an Dokumentation und Nachweisführung.
  • Schnittstellen zu internen Untersuchungen und Compliance-Prozessen.


Sanktionen und Maßnahmen gegen natürliche Personen


  • Die neuen Strafandrohungen (Art. 12 Abs. 1 und Abs. 2).
  • Zusätzliche strafrechtliche und nicht-strafrechtliche Sanktionen und Maßnahmen (Art. 12 Abs. 4).
  • Haftungs- und Organisationspflichten von Führungskräften.
  • Anforderungen an Aufsicht und Überwachung innerhalb der Organisation.


Verantwortlichkeit juristischer Personen, Sanktionen und Maßnahmen gegen juristische Personen


  • Strafnorm für juristische Personen (Art. 13).
  • Sanktionen und Maßnahmen gegen juristische Personen (Art. 14) – Entwicklungen hin zu einer stärkeren Unternehmensverantwortung bei Korruptionsdelikten.
  • Anforderungen an Governance- und Compliance-Strukturen.
  • Bedeutung eines wirksamen Compliance Management Systems zur Risikominimierung.


Erschwerende und mildernde Umstände


  • Regelungen für erschwerende Umstände (Art. 15).
  • Regelungen für mildernde Umstände (Art. 16), insbesondere auch für juristische Personen.
  • Nachweis von wirksamen Compliance-Systemen.
  • Selbstanzeige und Abhilfemaßnahmen.
  • Zusammenarbeit mit Behörden und Bedeutung präventiver Maßnahmen.


Sonstige allgemeine Regelungen


  • Regelungen für Korruptionsbekämpfungsstellen.
  • Korruptionsverhütung und nationale Strategien.
  • Anforderungen an Präventions- und Kontrollmaßnahmen.
  • Anforderungen an interne Melde- und Hinweisgebersysteme.
  • Anforderungen an Schulung, Kommunikation und Compliance-Kultur.


Umsetzungserfordernisse für Unternehmen und Behörden


  • Was bedeutet dies für die Compliance-Praxis in Unternehmen und Behörden?
  • Welche Änderungsbedarfe ergeben sich für interne Richtlinien zur Korruptionsprävention?
  • Wie kann ich ein „wirksames“ Compliance Management System nachweisen?
  • Risikobewertung und Compliance Risk Assessment als Grundlage wirksamer Prävention.
  • Kurzer Einblick in die ISO 37001 bzw. ISO 37301.
  • Anforderungen an Governance-, Kontroll- und Dokumentationsprozesse.
  • Anforderungen an die Prozessregeln für interne Ermittlungen.
  • Entwicklung eines praxisnahen Maßnahmenplans zur Umsetzung der neuen Anforderungen.
Dauer/zeitlicher Ablauf:
1 Tag
Ziele/Bildungsabschluss:
  • Du informierst dich frühzeitig über die Anforderungen der neuen EU-Richtlinie zur Korruptionsbekämpfung und deren Auswirkungen auf die Compliance-Praxis.
  • Du erhältst einen Überblick über die kommenden Veränderungen der Straftatbestände für Korruption in Europa.
  • Du erhältst Orientierung zu neuen Haftungs- und Verantwortlichkeitsregelungen für Unternehmen und Führungskräfte.
  • Du erkennst den konkreten Anpassungsbedarf für Compliance Management Systeme, interne Richtlinien und Präventionsmaßnahmen.
  • Du erfährst, wie du ein wirksames Compliance Management System nachweisen und regulatorische Erwartungen erfüllen kannst.
  • Du diskutierst praxisnahe Umsetzungsansätze für interne Ermittlungen, Hinweisgeberschutz und Abhilfemaßnahmen.
  • Du diskutierst mit dem Experten und den anderen Teilnehmer:innen, welche Bedeutung diese Regelungen für die Compliance-Funktion haben werden und wie du künftig ein wirksames Compliance Management System nachweisen kannst.
  • Teilnehmende erhalten konkrete Ansätze, um Umsetzungsbedarfe zu erkennen und wirksame Compliance-Strukturen nachzuweisen.
Zielgruppe:

Compliance Officer, Compliance Manager:innen, Compliance Beauftragte – unabhängig von der Grundausbildung (Jurist:innen, Betriebswirt:innen etc.), Mitarbeitende aus Compliance-Abteilungen sowie Fach- und Führungskräfte mit Verantwortung für Compliance oder Compliance Management und Compliance-Verantwortliche bei Behörden oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen.

Seminarkennung:
42901
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