Seminar - Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH
Die Lebenserwartung älterer Menschen ist deutlich gestiegen. Die überwiegende Mehrzahl führt ein eigenständiges Leben. Psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depression nehmen allerdings ab 65 Jahre zu.
| Termin | Ort | Preis* |
|---|---|---|
| 11.11.2026- 12.11.2026 | online | 230,00 € |
| 22.04.2027- 23.04.2027 | online | 230,00 € |
| firmenintern | auf Anfrage | auf Anfrage |
Nach §53b SGB XI Richtlinien zur Qualifikation von Betreuungskräften
Betreuungskräfte begleiten Menschen in ihrem Alltag oft sehr eng und erleben dabei verschiedenste Verhaltensweisen, Emotionen und persönliche Herausforderungen. Psychische und neurologische bzw. neurokognitive Erkrankungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Alter und können das Denken, Fühlen, Handeln und die Kommunikation eines Menschen erheblich beeinflussen. Um Betroffene angemessen zu verstehen, sicher zu begleiten und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, sind Kenntnisse über Krankheitsbilder, Symptome und den richtigen Umgang in der Betreuung von großer Bedeutung.
Inhalte
Die Vermittlung der Inhalte erfolgt praxisnah, teilnehmerorientiert und unter Berücksichtigung der beruflichen Erfahrungen der Betreuungskräfte. Ziel ist es, theoretisches Wissen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Betreuungsalltag zu verknüpfen. Der Transfer in die Praxis erfolgt durch die Erarbeitung konkreter Maßnahmen für den Berufsalltag.
Praxisreflexion
Neben der Vermittlung des Wissens und den entsprechenden Übungseinheiten dazu wird besonders Wert darauf gelegt, Situationen und Erfahrungen aus der Praxis aufzunehmen, zu reflektieren, Handlungsansätze zu bestätigen und neue aufzuzeigen. Der Diskussion und dem Erfahrungsaustausch wird entsprechend Raum gegeben. Das Vorwissen der Teilnehmenden wird miteinbezogen.
Gesetzliche Grundlage
Aufbauend auf den Richtlinien sieht der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV) zwingend vor, dass die Betreuungskräfte in Pflegeheimen mindestens einmal jährlich eine zweitägige Fortbildung besuchen, in der das vermittelte Wissen aktualisiert und die berufliche Praxis reflektiert wird. Im Rahmen von Heimprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) und der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) wird die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen kontrolliert.
Die Fortbildung vermittelt Betreuungskräften wichtiges Wissen und stärkt ihre Handlungskompetenz im beruflichen Alltag. Sie hilft dabei, Verhaltensauffälligkeiten besser einzuordnen, Krisensituationen professionell zu begegnen und die Lebensqualität der betreuten Personen zu fördern. Gleichzeitig trägt die Fortbildung dazu bei, Unsicherheiten abzubauen, das Einfühlungsvermögen zu stärken und die eigene Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Durch ein besseres Verständnis psychischer und neurokognitiver Erkrankungen können Betreuungskräfte einen wertvollen Beitrag zu einer respektvollen, wertschätzenden und bedarfsgerechten Betreuung leisten.
Betreuungskräfte, Pflegekräfte und Pflegehilfskräfte in der Betreuung von Menschen
Praxisübungen, Einzelarbeit, Gruppenübungen, Theorie