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Product Owner: Vision, Backlog, Wertnachweis

Seminar - GFU Cyrus AG

Wer das Seminar besucht hat, kann die Verantwortung der Rolle und ihre Grenzen benennen, eine Produktvision formulieren und daraus Produktziele ableiten, Nutzerbedürfnisse durch eigene Erhebung statt durch Annahmen bestimmen, ein Backlog nach Wert ordnen und laufend verfeinern, Anforderungen prüfbar schneiden und mit Abnahmekriterien versehen, Priorisierungsverfahren begründet auswählen und ein Nein vertreten, Terminaussagen mit angemessener Unsicherheit treffen, Roadmaps ohne Lieferversprechen erstellen, Stakeholder nach Einfluss und Interesse führen, den gelieferten Wert über Kennzahlen nachweisen und Annahmen als Hypothesen prüfen sowie erkennen, welche regulatorischen Pflichten aus KI-Funktionen im eigenen Produkt entstehen.
Termin Ort Preis*
firmenintern auf Anfrage auf Anfrage
*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:
  • Tag 1: Rolle, Vision und Kundenverständnis
  • 1. Die Rolle und ihre Grenzen
    • Verantwortung für den Produktwert nach dem Scrum Guide
    • Product Owner und Produktmanagement in verschiedenen Organisationsformen
    • Wofür die Rolle entscheidet und wofür nicht
    • Die typischen Abwege: reiner Ticketschreiber, Vermittler ohne Mandat

  • 2. Produktvision und Strategie
    • Eine Vision formulieren, an der sich Entscheidungen prüfen lassen
    • Produktziele als Bindeglied zwischen Vision und Backlog
    • Nutzenversprechen statt Funktionsliste

  • 3. Nutzer und Markt verstehen
    • Kontinuierliche Erhebung statt einmaliger Marktstudie
    • Gespräche führen, die nicht in Höflichkeit enden
    • Rollenbilder, die auf Beobachtung beruhen
    • Wettbewerb einordnen, ohne ihn zu kopieren

  • Praxis-Übung 1: Für ein eigenes oder vorgegebenes Produkt werden Vision und zwei Produktziele formuliert; anschließend entsteht ein Gesprächsleitfaden für eine Nutzerbefragung, der im Plenum auf Suggestivfragen geprüft wird.
  • Tag 2: Backlog, Anforderungen und Planung
  • 4. Das Backlog führen
    • Aufbau, Pflege und laufende Verfeinerung
    • Wann ein Eintrag bereit ist und wann eine Arbeit fertig ist
    • Struktur über Themen, größere Vorhaben und einzelne Einträge
    • Ein Backlog, das schrumpfen darf

  • 5. Anforderungen schneiden
    • Eintragsformate und die Kriterien für einen guten Schnitt
    • Vertikal statt horizontal teilen
    • Abnahmekriterien, die prüfbar sind

  • 6. Priorisieren und begründen
    • Verfahren im Vergleich: nach Dringlichkeit, nach Wert und Aufwand, nach Verzögerungskosten
    • Die Wahl des Verfahrens begründen statt Punkte zu vergeben
    • Ein Nein aussprechen, ohne die Beziehung zu belasten

  • 7. Vorhersage und Roadmap
    • Aussagen über Termine mit ehrlicher Unsicherheit
    • Roadmapformen, die kein Lieferversprechen abgeben

  • Praxis-Übung 2: Ein Backlog wird nach zwei verschiedenen Verfahren priorisiert; die abweichenden Ergebnisse werden gegenübergestellt und eine Entscheidung schriftlich begründet. Dazu wird eine Roadmap in zwei Fassungen erstellt - für die Geschäftsleitung und für das Entwicklungsteam.
  • Tag 3: Stakeholder, Wertnachweis und Verantwortung
  • 8. Stakeholder führen
    • Beteiligte einordnen: Einfluss, Interesse, Erwartung
    • Transparenz herstellen, ohne sich rechtfertigen zu müssen
    • Umgang mit widersprüchlichen Anforderungen von oben

  • 9. Wert nachweisen
    • Kennzahlen, die etwas aussagen: aktueller Wert, Zeit bis zur Wirkung, Fähigkeit zur Innovation
    • Ergebnis statt Fertigstellungsgrad messen
    • Hypothesen aufstellen und widerlegen lassen
    • Was man tut, wenn eine Annahme sich nicht bestätigt

  • 10. Produkte mit KI-Anteil verantworten
  • Dieses Kapitel bildet die seit August 2026 geltende Pflichtenlage ab und ist in älteren Kursunterlagen nicht enthalten.
    • Wann aus einem Produkt mit KI-Funktion eine regulierte Anwendung wird
    • Welche Pflichten als Anforderungen im Backlog landen und warum sie nicht nachrangig sind
    • Transparenz gegenüber Nutzern und Umgang mit fehlerhaften Ausgaben
    • Verantwortung für Ergebnisse, die das Produkt selbsttätig erzeugt

  • Praxis-Übung 3: Für das eigene Produkt werden zwei Wertkennzahlen festgelegt und eine Annahme als überprüfbare Hypothese formuliert. Anschließend wird geprüft, ob KI-Funktionen enthalten sind und welche Anforderungen daraus folgen würden.







Zielgruppe:
  • Product Owner und Produktverantwortliche, die ihre Praxis festigen wollen
  • Quereinsteiger aus Business-Analyse, Projektleitung oder Fachbereich
  • Anforderungsverantwortliche auf dem Weg in die Produktverantwortung
  • Führungskräfte, die Produktverantwortung im Haus aufbauen


Voraussetzungen: Erste Berührung mit agilen Arbeitsweisen und ein Grundverständnis von Produktentwicklung oder Business-Analyse. Der Scrum Guide sollte vor dem Seminar gelesen werden; er ist frei verfügbar. Zertifizierungsvorwissen ist nicht erforderlich.

Abgrenzung


Dieses Seminar orientiert sich an den Kompetenzfeldern, die Scrum.org für die Zertifizierung Professional Scrum Product Owner ausweist, ist jedoch kein akkreditierter Kurs; die Prüfungen können unabhängig von Schulungen direkt gebucht werden, und der Scrum Guide ist frei zugänglich.

Seminarkennung:
S7020
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