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Arbeitszeitrecht, Mitbestimmung und Dienstplanung im Krankenhaus - Kompakt-Kurs für (neu gewählte) Betriebsräte -

Seminar - Arbeitszeitberatung Herrmann Herrmann Kutscher Woodruff GbR

Die kollektive betriebliche Arbeitszeitgestaltung gehört zu den zentralen Mitbestimmungsrechten der Arbeitnehmervertretung. Personaleinsatzfragen im Krankenhaus sind komplex: Es gibt unterschiedliche Arbeitszeitmuster (Vollarbeit, Bereitschaftsdienst, Bereitschaftsdienste) mit je eigenen arbeitszeitrechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräumen. Die arbeitszeitrechtlichen und tarifvertraglichen Rahmenbedingungen sind eng miteinander verschränkt. Zudem sind Arbeitszeitregelungen ein wesentlicher Hebel für Arbeitsbedingungen, die dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiter/innen dienen und der Vereinbarkeit mit privaten Zeitinteressen auch unter Bedingungen von Schicht- und Wechselschichtarbeit förderlich sind. Sie müssen daher gerade auch im Zusammenspiel mit den betrieblichen Besetzungsanforderungen bestmöglich ausgelotet werden.

Die Rechte und Pflichten aus der Mitbestimmung im Zusammenspiel mit der Personalabteilung auf Augenhöhe wahrnehmen zu können: Das erfordert umfassendes Know-how rund um alle Arbeitszeitthemen. Infolge von personellen Neubesetzungen des Gremiums nach den Betriebsratswahlen ergibt sich besonderer Bedarf.

Deshalb sprechen wir vor allem auch neu gewählte Vertreter der Mitarbeiter/innen an, um diese für die Anforderungen ihres Amtes fit zu machen. Wir vermitteln Ihnen das erforderliche Rüstzeug für eine qualifizierte Wahrnehmung Ihrer Aufgaben, beantworten Ihre Fragen und bieten eine Plattform für den Austausch mit Kolleg/innen anderer Krankenhäuser.

Termin Ort Preis*
08.09.2026- 10.09.2026 Düsseldorf 1.535,10 €
*Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

Detaillierte Informationen zum Seminar

Inhalte:
Tag 1;09:30–10:00 Begrüßung, Vorstellung, Abfrage spezieller
Themeninteressen
10:00–11:15 Arbeitszeitrecht I:
Mitbestimmung und Arbeitszeitgesetz
Mitbestimmungsrechte und -pflichten gemäß BetrVG
(bzw. PersVG, MVG)
Was kann und sollte in Betriebs- und Dienstvereinbarungen
geregelt werden – und was nicht?
Hierarchie der Regelungsebenen: Gesetz/Tarifvertrag/
Betriebsvereinbarung/Mitbestimmung/Dispositionsrechte
Grundnormen des Arbeitszeitgesetzes: tägliche und
durchschnittliche wöchentliche Höchstarbeitszeit, Mindest-
pausenzeit, Mindestruhezeit
Tarifdispositives Arbeitszeitrecht im Arbeitszeitgesetz:
Arbeitsbereitschaft, Bereitschaft, Bereitschaftsdienst, Ruf-
bereitschaft, verlängerte Dienste
Urlaubsrecht
11:15–11:30 Kaffee/Tee
11:30–13:00 Arbeitszeitrecht II:
Gefährdungsbeurteilung
Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse
Gefährdungsbeurteilung auf Basis von § 5 Arbeitsschutz-
gesetz inkl. Inanspruchnahme-Erfassungen als Grundlage
für die Überarbeitung von Bereitschaftsdienstmodellen
13:00–14:00 Gemeinsames Mittagessen
14:00–15:00 Arbeitszeitrecht III: Tarifvertrag
Ausgleichszeitraum, Zeitkonto, Arbeitszeitkonto
(gemäß § 10 TVöD)
Abgrenzung zur Mehrarbeit/Überstunden
Öffnungen für Betriebsvereinbarungen
15:00–15:15 Kaffee/Tee
15:15–16:00 Arbeitszeitrecht IV: Spezialfragen
Kurzfristige betriebliche Disposition – Spielräume und Grenzen
Rücksichtnahme auf private Interessen und Verpflichtungen
der Mitarbeiter/innen
Umgang mit persönlichen Arbeitszeiteinschränkungen (z.B.
Nachtschichtuntauglichkeit)
Umgang mit betrieblichen Arbeitszeitkonflikten
ab 18:00 Gemeinsames Abendessen
Tag 2:09:00–10:30 Dienstplanung im ärztlichen Dienst
Ausgestaltung von Schichtmodellen, Bereitschaftsdiensten
und Rufdiensten mit ihren Vor- und Nachteilen
Bereitschaftsdienst versus Schichtdienst
Freizeitausgleich und/oder Bezahlung von Bereitschafts-
diensten
Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung der (tarif-
lichen) Dienstplanungsfrist
10:30–10:45 Kaffee/Tee
10:45–12:30 Personalbedarfsermittlung auf Arbeits-
platzbasis
Arbeitsplatzmethodische Ermittlung des Personalbedarfs
Berechnung des Besetzungs- und Personalbedarfs mit und
ohne Opt-out
Kosten für unständige Bezüge sowie Zuschläge/Zulagen
Vorstellung eines einfachen Berechnungstools
12:30–13:30 Gemeinsames Mittagessen
13:30–15:00 Dienstplanung im Pflegedienst
Soll-Besetzung und (Rahmen-)Dienstplanung
(Durchlaufenden) Grunddienstplanung oder Monatsdienst-
planung
15:00–15:15 Kaffee/Tee
15:15–16:00 Systematisches Ausfallzeitenmanagement
Ermittlung des Vertretungsbedarfs
Einspringprämien, Stand-By, Joker-Dienste, Pool-Lösungen
Tag 3:09:00–10:45 Flexibilität und Verlässlichkeit
Abweichungen vom Dienstplan
Eigenverantwortliche Elemente der Steuerung des
Personaleinsatzes
Umgang mit kurzfristigen zeitlichen Anforderungen und
Wünschen
Berücksichtigung von Flexibilitätsanforderungen im Dienst-
plan
Gewährleistung von Dienstplanverlässlichkeit durch „Flexi-
Spielregeln“
10:45–11:00 Kaffee/Tee
11:00–12:00 Abschluss
Zusammenfassung der Erkenntnisse
Klärung offener Fragen
Dauer/zeitlicher Ablauf:
Kompakt-Kurs | 08.09.2026 - 10.09.2026 | Düsseldorf
Förderung:
NH Düsseldorf-City
Kölner Straße 186-188
40227 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 7811858
E-Mail: nhduesseldorf(at)nh-hotels.com
Zielgruppe:
(insbesondere neu gewählte) Betriebsräte (Personalräte, Mitarbeitervertreter)
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